AKTUELLES ZUM STAND DER SANIERUNG
Das SCHAUSPIEL STUTTGART wird zum Ende dieser Spielzeit das Schauspielhaus erneut verlassen müssen. In einer zwingend erforderlichen zweiten Bauphase müssen grundlegende Mängel im Bereich der Bühnentechnik und im Zuschauerraum beseitigt und die Sanierung gründlich abgeschlossen werden.
Interimslösung für Hauptspielstätte des Schauspiel Stuttgart für 2012/13 gefunden
Das SCHAUSPIEL STUTTGART wird seine Hauptspielstätte für die Spielzeit 2012/13 im Probenzentrum NORD am Löwentorbogen einrichten. Die große Probebühne der Oper Stuttgart soll als Spielstätte für ca. 400 Zuschauer ausgestattet werden. Dort können sieben ursprünglich für das Schauspielhaus geplante Premieren stattfinden. Eine Premiere wird ins Kammertheater verlegt, eine weitere für das Schauspielhaus konzipierte Inszenierung wird als Koproduktion mit dem Nationaltheater Mannheim
realisiert werden und soll zunächst in Mannheim, später in Stuttgart Premiere haben. Die
Oper Stuttgart wird während dieser Zeit die große Probebühne des Schauspiels für Proben
nutzen, das Schauspiel reaktiviert die Probebühne im Gebäude des ehemaligen, derzeit
noch leer stehenden, Depots.
Das Gebäude wurde 1959 von Hans Volkart für das im Krieg zerstörte ehemalige "kleine Haus" errichtet. 1962 konnte das Schauspiel den Spielbetrieb im Kleinen Haus aufnehmen. 2002 wurde der Bau in Schauspielhaus umbenannt. Das Schauspielhaus wurde von 2010 bis 2012 grundständig saniert und im Februar 2012 vorübergehend wieder eröffnet.
SAALPLAN
GESCHICHTE
Littmann-Bau
Die Königlichen Hoftheater in Stuttgart wurden im September 1912 eröffnet. Nach Plänen des Architekturbüros Max Littmann entstand in drei Jahren Bauzeit eine monumentale Doppeltheateranlage mit Großem und Kleinen Haus für 1400 bzw. 800 Zuschauer, verbunden durch einen Verwaltungstrakt und einen Kulissenbau.Die Innenräume waren großteils mit einer aufwändigen Holzvertäfelung versehen, die übrigen Flächen in verschiedenen Grüntönen gehalten. Säulen nach antikem Vorbild zierten die Fassade. 1924 wurden die Theaterbauten unter Denkmalschutz gestellt.
Kriegsschäden
Im zweiten Weltkrieg wurde das Kleine Haus durch mehrere Bombardements völlig zerstört. Im Februar und Juli 1944 waren Fassade und Bühnenhaus von Sprengbomben schwer getroffen worden. Der Rest des Gebäudes brannte bei einem Angriff am 12. September völlig aus. Verwaltungsbau und Großes Haus blieben nahezu unbeschadet.
Neubau
Nach Diskussionen über eine Wiedererrichtung des Kleinen Hauses begann man 1959 an alter Stelle mit einem Neubau des "Kleinen Hauses". Hans Volkart gliederte an die erhaltene südwestliche Außenmauer ein rechtwinkliges Bühnenhaus an. Diesem vorgelagert wurde ein Zuschauerhaus in achteckiger Anlage mit großen Glasfronten zum Park. 1962 konnte das Schauspiel den Spielbetrieb im Kleinen Haus aufnehmen. 2002 wurde der Bau in Schauspielhaus umbenannt.
SCHAUSPIELHAUS
Oberer Schloßgarten 6
70173 Stuttgart
Straßenbahn: U1, U2, U4, U9 und U14 bis Staatsgalerie
U5, U6, U7, U12 und U15 bis Hauptbahnhof
Bus: 40, 42 bis Staatsgalerie, N2-N6 ab Hauptbahnhof
Mit dem Auto: direkt an der B14 stadteinwärts
kostenpflichtige Parkhäuser:
Schloßgarten (durchgehend)
Landesbibliothek (bis 24 Uhr)
Staatsgalerie (durchgehend)
Landtag (durchgehend)