Das Gebäude wurde 1959 von Hans Volkart für das im Krieg zerstörte ehemalige "kleine Haus" errichtet. 1962 konnte das Schauspiel den Spielbetrieb im Kleinen Haus aufnehmen. 2002 wurde der Bau in Schauspielhaus umbenannt.
Bis zu Beginn der Sanierung im Sommer 2010 war das Schauspielhaus Hauptspielstätte des SCHAUSPIEL STUTTGART. Für die darauffolgenden Spielzeit zog es in die Interimsspielstätte Niederlassung Türlenstraße. Durch die Verzögerung der Sanierungsarbeiten verlängerte sich die Zeit dort um ein halbes Jahr.
Mit der Premiere DON KARLOS im Februar 2012 wurde das Schauspielhaus wiedereröffnet.
Zur Spielzeit 2012/2013 musste das SCHAUSPIEL STUTTGART wegen einer zwingend erforderlichen zweiten Bauphase das Schauspielhaus erneut verlassen. Eine neue Interimsspielstätte im NORD, NORD/Große Bühne, wurde eröffnet. Die geplante Rückkehr innerhalb der Spielzeit 2012/2013 konnte aufgrund der Sanierungsmaßnahmen nicht realiserit werden.
Littmann-Bau
Die Königlichen Hoftheater in Stuttgart wurden im September 1912 eröffnet. Nach Plänen des Architekturbüros Max Littmann entstand in drei Jahren Bauzeit eine monumentale Doppeltheateranlage mit Großem und Kleinen Haus für 1400 bzw. 800 Zuschauer, verbunden durch einen Verwaltungstrakt und einen Kulissenbau.Die Innenräume waren großteils mit einer aufwändigen Holzvertäfelung versehen, die übrigen Flächen in verschiedenen Grüntönen gehalten. Säulen nach antikem Vorbild zierten die Fassade. 1924 wurden die Theaterbauten unter Denkmalschutz gestellt.
Kriegsschäden
Im zweiten Weltkrieg wurde das Kleine Haus durch mehrere Bombardements völlig zerstört. Im Februar und Juli 1944 waren Fassade und Bühnenhaus von Sprengbomben schwer getroffen worden. Der Rest des Gebäudes brannte bei einem Angriff am 12. September völlig aus. Verwaltungsbau und Großes Haus blieben nahezu unbeschadet.
Neubau
Nach Diskussionen über eine Wiedererrichtung des Kleinen Hauses begann man 1959 an alter Stelle mit einem Neubau des "Kleinen Hauses". Hans Volkart gliederte an die erhaltene südwestliche Außenmauer ein rechtwinkliges Bühnenhaus an. Diesem vorgelagert wurde ein Zuschauerhaus in achteckiger Anlage mit großen Glasfronten zum Park. 1962 konnte das Schauspiel den Spielbetrieb im Kleinen Haus aufnehmen. 2002 wurde der Bau in Schauspielhaus umbenannt.