Das Drehbuch „Das Spiel ist aus", entstanden während der deutschen Besatzung Frankreichs und 1947 von Jean Delannoy verfilmt, zählt zu Jean-Paul Sartres bekanntesten Werken. Es erzählt vor dem Hintergrund eines unmittelbar bevorstehenden Aufstands gegen einen ungenannt bleibenden tyrannischen Herrscher die Geschichte eines ungleichen Paares: Eve, Gattin eines der Repräsentanten des verhassten Regimes, wird von ihrem Mann vergiftet, damit dieser ihre jüngere Schwester heiraten kann. Pierre, Anführer des geplanten Aufstands, wird von einem Verräter aus den eigenen Reihen erschossen. Erst im Jenseits begegnen sich Pierre und Eve und finden heraus, dass sie füreinander bestimmt waren. Sie erhalten die Chance, ins Leben zurückzukehren, wenn es ihnen gelingt, sich zu ihrer Liebe zu bekennen. Doch die beiden trennt mehr, als sie verbindet, und letztlich entscheidet sich Pierre, den Aufständischen noch einmal zu Hilfe zu eilen. Obwohl die Beziehung der beiden Liebenden am Ende scheitert, ist Sartres Stück durchzogen von einem Hoffnungsschimmer auf Veränderung.
Jean-Paul Sartre (1905-1980) war einer der einflussreichsten Intellektuellen des 20. Jahrhunderts. Neben philosophischen Werken schrieb er zahlreiche Romane und Theaterstücke. 1964 lehnte er die Annahme des Nobelpreises für Literatur ab.
Sebastian Baumgarten ist als Regisseur im Musiktheater und im Schauspiel gleichermaßen zuhause. Von der Zeitschrift „Opernwelt" wurde er 2006 zum „Regisseur des Jahres" gewählt. Dem Stuttgarter Publikum ist er seit seiner Inszenierung von Michail Bulgakows Stück
DIE FLUCHT in der Spielzeit 2009/2010 bekannt. 2011 stellt er bei den Bayreuther Festspielen seine Neuinszenierung von Richard Wagners TANNHÄUSER vor.
Hier zum Download ein Gespräch zwischen dem Dramaturgen Christian Holtzhauer und dem Regisseur Sebastian Baumgarten zur Arbeit an "Das Spiel ist aus". Erschienen ist dieser Artikel im Journal der Staatstheater, das Sie sich auch komplett
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