Bab und Sane sind die Hüter der luxuriösen Villa Paradies, dem europäischen Wohnsitz eines größenwahnsinnigen und blutrünstigen Diktators, der in seiner fernen Heimat regiert. Um der Langweile des unendlichen Wartens zu entgehen, unterhalten sich die beiden mit Wortspielen, inszenieren Revolution und Politik und machen absurde bis bittere Scherze miteinander. Bis sie die Nachricht vom Sturz des Tyrannen erhalten. Ängste und offene Fragen, die bis jetzt unterdrückt waren, kommen nach und nach zum Vorschein. Das Betreten der Außenwelt scheint ihnen zu gefährlich und wo es geht zu vermeiden. Strom und Wasser werden plötzlich abgestellt. Sie spielen aber trotzdem weiter ihre Spiele, sei das was sie treiben immer noch Spiel oder langsam Wahn. Der Schweizer Autor und Theaterleiter René Zahnd (1958) schafft eine Geschichte voll von Humor, Witz, Groteske und Absurdität. Zwei Menschen entfalten ohne es zu wissen die Strukturen unserer Gesellschaft und – wie in den Betrachtungen über die Kolonialisierten von Aimé Césaire – tragen in ihrer Einsamkeit die ganze Last der Zivilisation.
Die Premiere findet im Rahmen des diesjährigen Autorenwochenendes "
Freiheit und Kunst" im NORD statt.