#everynamecounts – jeder Name zählt.

Zum 8. Mai, dem Gedenktag zum Ende des Zweiten Weltkrieges, ist das Schauspiel Stuttgart Teil der Kooperationsreihe #everynamecounts – Erinnern vor Ort. Damit unterstützen die Arolsen Archives kleine Erinnerungsorte – organisiert von Privatpersonen, Gedenkinitiativen, Geschichtswerkstätten und Vereinen – in ihrem Bemühen, auf ihre Geschichte aufmerksam zu machen. Denn die systematische Verfolgung von Millionen von Menschen fand an vielen Orten statt. Viele kämpfen noch immer darum, als Erinnerungsorte wahrgenommen und anerkannt zu werden.

Gerade in Zeiten von Corona, in denen alle großen Gedenkveranstaltungen ausfallen müssen, ist #everynamecounts eine Möglichkeit, sich zu engagieren und dabei zu helfen, den Opfern ihre Namen zurückzugeben und ihre Schicksale der Anonymität zu entreißen.

Die Arolsen Archives sind ein internationales Zentrum über NS-Verfolgung mit dem weltweit umfassendsten Archiv zu den Opfern und Überlebenden des Nationalsozialismus. Sie bieten mit der Initiative #everynamecounts die Möglichkeit, mit einem Computer und einem Internet-Anschluss am größten digitalen Denkmal für die Opfer des nationalsozialistischen Terror-Regimes mitzuarbeiten. Freiwillige von überall können über eine Crowdsourcing-Plattform die Namen und Daten von NS-Verfolgten aus KZ-Dokumenten digitalisieren. Bisher konnten so bereits über 2,5 Mio. Dokumente bearbeitet werden. Jede*r kann Zeit spenden und helfen, einfach von Zuhause aus.

Wir sind als Partner dabei und möchten den Arolsen Archives helfen: Bitte macht mit und erinnert an die vielen Millionen Menschen, die vom Hitler-Regime zwischen 1933 und 1945 verfolgt und ermordet wurden.

Und so geht’s

Jede*r kann ein Zeichen gegen Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus setzen:

• Daten von KZ-Dokumenten können auf einer Website (Crowdsourcing-Plattform Zooniverse – über aroa.to/enc) abgetippt und somit digital erfasst werden. Es ist ganz einfach! Hier erfahrt ihr, wie man das macht.

• Ob 10 Minuten oder 10 Stunden: Je mehr Menschen mitmachen und Zeit schenken, desto schneller tauchen alle Namen, die auf KZ-Dokumenten genannt sind, im Online-Archiv der Arolsen Archiven auf. Die Lebenswege können dann von Angehörigen und allen Interessierten weltweit online recherchiert werden.