100 Songs

von Roland Schimmelpfennig
Karten
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Fr – 21. Jun 19, 20:00
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Zum letzten Mal in dieser Spielzeit:
Mo – 15. Jul 19, 20:00
Kammertheater
Dauer – ca. 1:45 Std, keine Pause
Deutschsprachige Erstaufführung
Fr – 21. Jun 19
Karten
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Fr – 21. Jun 19, 20:00
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
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Zum letzten Mal in dieser Spielzeit:
Mo – 15. Jul 19, 20:00
8:52 Uhr. Ein Bahnsteig, Menschen drängen an den Zugtüren, in zwei Minuten schrillt das Signal zur Abfahrt. Ein Mann gießt Blumen am Fenster, eine junge Frau rennt zu den Gleisen, um den Zug zu erwischen, und im Bahnhofscafé wechselt das Radio von „Don't dream it's over“ auf „Bette Davies Eyes“, das Lieblingslied der Kellnerin Sally. Scheinbar zufällige Momentaufnahmen, die nichts gemeinsam haben – bis der Zeiger auf 8:55 Uhr springt und Sally eine Tasse aus der Hand fällt, als der Zug vor ihren Augen explodiert.
Kann das Unfassbare beschrieben werden? 100 Songs spult die Geschichte immer wieder zurück zu den Minuten davor, den Erinnerungen und Biografien der Figuren, die sich im Augenblick der Explosion verbinden und gleichzeitig verschwinden. So unterschiedlich sie auch sind, in der Katastrophe sind sie eine Gemeinschaft, in Gelebtem, Ungelebtem, im Nichtsahnen und all den Liedern, die in den Sekunden davor vielleicht gehört werden. „Es war als ob hundert Songs gleichzeitig liefen. / Hundert Songs. Oder mehr. / Tausende Songs. / Millionen. / Milliarden. / All die Songs aus dem Radio, alle gleichzeitig. Und plötzlich: alles aus. / Alles still.“
100 Songs ist ein Requiem, ein Sprachkonzert. In immer neuen Anordnungen und Kombinationen spielt Roland Schimmelpfennig mit Zeit, Zufälligkeit und den Elementen, die Erinnerung prägen. Und umkreist im ständigen Vor und Zurück eben jenen Moment, in dem die Tasse auf dem Boden zersplittert und die Frage im Raum steht, ob sie nicht doch jemand rechtzeitig hätte auffangen können.
Inszenierung und Bühne
Kostüme
Lane Schäfer
Mitarbeit Kostüme
Verena Salome Bisle
Komposition
Hannes Gwisdek
Licht
Stefan Schmidt
Dramaturgie