Wolken.Heim.

von Elfriede Jelinek
Karten
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Fr – 24. Mai 19, 20:00
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Mo – 03. Jun 19, 20:00
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Di – 04. Jun 19, 20:00
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Mi – 05. Jun 19, 20:00
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Fr – 07. Jun 19, 20:00
Kammertheater
Premiere
Fr – 24. Mai 19
Karten
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Fr – 24. Mai 19, 20:00
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Mo – 03. Jun 19, 20:00
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Di – 04. Jun 19, 20:00
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Mi – 05. Jun 19, 20:00
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Fr – 07. Jun 19, 20:00
Was zeichnet es aus, das Deutsche? Woraus speist sich ein Gefühl von Zugehörigkeit? In Wolken.Heim. beschwört ein Kollektiv aus Stimmen beständig eine Gemeinschaft, erst vorsichtig spekulierend, dann fordernd: „Wir sind wir. Nur bei uns sind wir zuhaus.“ Längst überwunden geglaubte Gedanken und Ansichten setzen sich in ihr als Überzeitliches fest. Und hier, im Rückzug auf sich selbst, beginnt das Wir-Gefühl dieses Stimmen-Subjekts zu leuchten, verwurzelt sich in Begriffen wie Heimat, Boden und Nation. Sprache und Sprechende formen sich immer wieder zu einer Einheit, zu einem sich manisch wiederholenden und wiederholten Wir, das sich in Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit und Abschottung selbst bestätigt und seine Identität durch die Ausgrenzung des Anderen erzeugt. Die Sehnsucht und die Suche nach klaren Zugehörigkeiten, Zusammenhalt und einer deutschen Identität begleiten jeden Satz, lassen Vermutungen zu Gewissheiten und Behauptungen zu Fakten werden.
Elfriede Jelineks Wolken.Heim. ist eine Collage aus Zitaten von Hölderlin, Hegel, Heidegger, Fichte und Kleist bis hin zu Texten der RAF. Die Versatzstücke sind miteinander verflochten, entfremdet, mitunter bewusst sinnentstellt und legen die Wurzel des Nationalismus als ideologisiertes (deutsches) Wir-Gefühl frei. Durch die Montage entlarvt Jelinek gleichzeitig die Inszenierung von Sprache und die Bausteine einer rechten Rhetorik, deren Auswirkungen bis in die Gegenwart reichen.
Mit Wolken.Heim., das oft als „Identitäts- und Heimatmonolog“ bezeichnet wird, gelang Elfriede Jelinek 1988 der große Durchbruch als Dramatikerin. Sie gilt als eine der bedeutendsten Gegenwartsautorinnen und wurde für ihr Werk, das neben Theaterstücken auch Romane, Lyrik und Essays umfasst, mehrfach ausgezeichnet. Ihre Stücke, die beinahe ausschließlich als Textflächen geschrieben sind, werden im In- und Ausland gespielt. 2004 erhielt sie den Nobelpreis für Literatur.
Inszenierung
Bühne & Kostüme
Sabine Kohlstedt
Musik
Peter Thiessen
Licht
Stefan Schmidt