Fly Ganymed (DE)

von Paulus Hochgatterer
Eine Kooperation mit der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart, Studiengang Figurentheater
Karten
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Di – 18. Jan 22, 20:00
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Mi – 19. Jan 22, 20:00
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Do – 20. Jan 22, 20:00
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Fr – 21. Jan 22, 20:00
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Sa – 22. Jan 22, 20:00
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Karten ab 19. Jan
Mo – 14. Feb 22, 20:00
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Di – 15. Feb 22, 20:00
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Mi – 16. Feb 22, 20:00
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Do – 17. Feb 22, 20:00
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Fr – 18. Feb 22, 20:00
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Sa – 19. Feb 22, 20:00
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Mo – 21. Feb 22, 20:00
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Di – 22. Feb 22, 11:00
Kammertheater
Dauer – ca. 1:30 Std, keine Pause
Deutsche Erstaufführung
Sa – 15. Jan 22
Karten
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Di – 18. Jan 22, 20:00
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Mi – 19. Jan 22, 20:00
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Do – 20. Jan 22, 20:00
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Fr – 21. Jan 22, 20:00
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Sa – 22. Jan 22, 20:00
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Karten ab 19. Jan
Mo – 14. Feb 22, 20:00
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Di – 15. Feb 22, 20:00
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Mi – 16. Feb 22, 20:00
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Do – 17. Feb 22, 20:00
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Fr – 18. Feb 22, 20:00
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Sa – 19. Feb 22, 20:00
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Mo – 21. Feb 22, 20:00
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Di – 22. Feb 22, 11:00
Was wissen wir eigentlich von den vielen Kindern, die sich ganz alleine auf gefährliche Fluchtrouten begeben und selbst für erfahrene Beobachter nahezu unsichtbar bleiben? Die ohne Schutz und Begleitung versuchen, über die Grenze in ein sicheres Land zu kommen?
Ein neunjähriger Junge flieht vor dem Krieg. Er muss sein Dorf verlassen und wird von seinem Großvater einem Schlepper übergeben. Mit dessen Hilfe soll er nach Deutschland in Sicherheit gebracht werden. In einem Pipeline-Rohr auf einem LKW versteckt, tritt er eine gefährliche Reise an. Auf dieser Fahrt lernt er zu überleben.
Unberechenbarkeit und Willkür begleiten ihn, und er erfährt, dass jede Grenze, die er überquert, Gefahren und Demütigungen mit sich bringt. Aber ganz alleine ist er nicht. Denn in seinem Versteck ist noch ein anderes Flüchtlingskind, ein älteres Mädchen, das viel weiß, keine Angst hat und ihm hilft. Halt findet er in Geschichten und Erinnerungen an seinen Großvater und sein Dorf. Sie geben ihm die Gewissheit, dass etwas von seinem Zuhause bleibt und immer bleiben wird.
Der österreichische Schriftsteller und Kinderpsychiater Paulus Hochgatterer hat mit Fly Ganymed eine bewegende Flüchtlingsgeschichte aus der Sicht eines Kindes geschrieben, die der österreichische Regisseur und Puppenspieler Nikolaus Habjan gemeinsam mit Schauspieler:innen des Ensembles sowie Studierenden des Studiengangs Figurentheater der HMDK und eigens gebauten Puppen auf die Bühne bringen wird.

Eine Kooperation mit der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart, Studiengang Figurentheater

Regisseur Nikolaus Habjan spricht über

verschiedene Themen in „Fly Ganymed“

Nikolaus Habjan über
den Text von Paulus Hochgatterer
Nikolaus Habjan über das Puppenspiel
Nikolaus Habjan über
die Puppe als Schauspieler
Nikolaus Habjan über das Thema Flucht
Inszenierung
Bühne & Kostüme
Musik
Dramaturgie

Pressestimmen

Stuttgarter Zeitung
Dorothee Schöpfer, 17. Jan 22
"Der Enkel, neun Jahre alt, fasziniert von Computerspielen und seine Angst mit Dauergeplapper übertönend, ist kein Schauspieler, sondern eine Puppe. Genauer: eine lebensgroße Klappmaulpuppe, geführt und gesprochen von Adeline Rüss vom Studiengang Figurentheater der Stuttgarter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst. Und diese Puppe mit den aufgerissenen Augen ist ganz fix kein lebloses Ding mehr, sondern ein Kind, dem wir alle seine Ängste, seine Widerborstigkeit und Bedürftigkeit abnehmen. Das gelingt nicht nur im Zusammenspiel mit einer anderen Puppe, dem Mädchen (geführt von Anniek Vetter), … sondern auch im Spiel mit den Menschen."

"Herausgekommen sind Figuren, die alles andere als erwartbar und immer mehr als nur Opfer sind."

Zur vollständigen Kritik
Nachtkritik
Steffen Becker, 16. Jan 22
"Die sanfte wie sorgenvolle Präsenz von [Elmar] Roloff, wie die ganze Unaufgeregtheit der Inszenierung, machen den tiefgreifenden Verlust von Heimat begreifbar."

"Dass "Fly Ganymed" sich dem Publikum nicht aufdrängt, sondern sich umso effektiver Schritt für Schritt in die Seele vorarbeitet, liegt auch am Einsatz der Puppen. Sowohl der kleine Junge als auch eine ältere Jugendliche … werden von Schauspielerinnen der Hochschule für darstellende Künste, Studiengang Figurentheater, bewegt. Und sie machen ihre Sache großartig."

"Die Ohrfeige, das Herumschubsen des Buben bei einer erkennungsdienstlichen Behandlung, die folgende Flucht ins Nacherzählen eines Computerspiels, das Gefühl von Ausgeliefert-Sein trifft das Publikum umso unvermittelter. Das liegt nicht nur am emotionalen Umweg über die Puppe, sondern auch an der gelangweilten Routine, mit der die realen Schauspieler:innen (Jannik Mühlenweg und Therese Dörr als Grenzbeamt:innen, Gábor Biedermann als Schlepper) ihre jeweilige Verfügungsgewalt ausüben."

"In Europa wuchert der Stacheldraht. In griechischen Lagern nagen Ratten Kleinkinder an. Die Medien berichten. Aber an all diese Gewalt haben wir uns gewöhnt. "Fly Ganymed" gelingt es, diese Gleichgültigkeit zu erschüttern – zumindest für eine Stunde und 30 Minuten."

Zur vollständigen Kritik
Reutlinger Generalanzeiger
Angela Reinhardt, 17. Jan 22
""Klappmaulpuppen" heißen [Nikolaus Habjans] ab der Hüfte lebensgroßen Kreationen für die Kinderfiguren – und es ist faszinierend, wie wir als Zuschauer unsere Emotion auf das unebene Gesicht dieses Neunjährigen projizieren. Fröhlich wirkt er, scheint zu lachen, dann sieht man die Angst in seinen Augen blitzen, alles im selben, auf geheimnisvolle Weise ausdrucksvollen Puppengesicht."

"Das bedrohlich-suggestive Bühnenbild von Denise Heschl, die atmosphärische Musik von Kyrre Kvam und manch gute Ideen des Regisseurs sorgen … für einen nachdenklichen Abend."

Zur vollständigen Kritik
Kultura extra
Thomas Rothschild, 15. Jan 22
"Uneingeschränkter Applaus gebührt den Puppenspielerinnen Adeline Rüss und Anniek Vetter. In schwarzen Trikots und Mützen führen sie die beiden lebensgroßen Figuren, die von der Hüfte aufwärts gebaut sind und sich die Beine ihrer Spielerinnen aneignen. Die bewegen mit der linken Hand den linken Arm ihrer Schützlinge. Mit der rechten Hand manipulieren sie den Mechanismus für den Kopf und den Mund auf dem Rücken der Puppen. Das ist schon virtuos, vollends bravourös wird es durch die Stimme, die sie den Figuren neunzig Minuten lang absolut kompetent verleihen."