Die Blume von Hawaii

von Paul Abraham

Hafen Stuttgart
In Paul Abrahams Die Blume von Hawaii, eine Berliner Jazzoperette aus dem Jahre 1931, geht es weniger um die Unabhängigkeitsbestrebungen des von den Amerikanern besetzten Inselstaates, sondern vor allem um die titelgebende hawaiianische (Blumen-)Königin Laya, die ihrerseits zum globalisierten Party-Jetset zwischen Paris und New York gehört und nicht genau weiß, in wen sie sich denn nun verlieben soll. Dass die ganze Geschichte um die Liebesproblematiken verschiedener Paare, die in Hawaii ihren Anfang nehmen, schließlich in einer chinesischen Bar in Monte Carlo happy enden, ist bereits ein Hinweis darauf, dass die exotistischen Fluchtversuche der Operette nicht nur auf’s Schönste ausgebreitet, sondern gleichzeitig auch unterlaufen werden.

In Kooperation mit dem Schauspiel Stuttgart

Pressestimmen

Stuttgarter Zeitung
Susanne Benda, 06.07.2020
„„Lass mich einsam sein, wenn ich leide. Es wird besser sein für uns beide“, singt der Tenor Matthias Klink. Seine Stimme kann wunderbar ölig klingen, die des Baritons Moritz Kallenberg kann das ebenfalls. Zusammen mit der Sopranistin Natalie Karl und der Mezzosopranistin Fiorella Hincapié bilden die beiden ein exzellentes Operettenensemble. Martin Bruchmann fügt sich so organisch ein, dass man den Schauspieler glatt auch für einen Sänger halten könnte.“
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Online Merker
Alexander Walther, 05.07.2020
„Dafür sorgen auch die allesamt famosen Sänger und Darsteller Fiorella Hincapie, Natalie Karl, Martin Bruchmann, Moritz Kallenberg und Matthias Klink. Exotische Effekte in Melodie, Rhythmus und Klang werden durchaus raffiniert ausgekostet. Die flotten Foxtrott-Weisen „Ich hab ein Divanpüppchen genau wie du“, „Ich will Mädeln sehn“, „My little boy“ und der spritzige Marsch „Wo es Mädels gibt, Kameraden…“ zeigen bei dieser atemlosen Wiedergabe viele Klangfacetten. Dafür sorgen außerdem die ausdrucksstarken Musiker Michael Rathgeber (Klarinette/Altsaxofon), Natia Wiedmann (Violine), Jonas Khalil (Gitarre), Manuel Schattel (Bass) und Jürgen Spitschka (Schlagzeug).“
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Neue Württembergische Zeitung
Otto Paul Burghardt, 07.07.2020
„Ansonsten singt, swingt und frotzelt sich das stimmlich glänzende Ensemble durch Ohrwürmer wie „Du traumschöne Perle der Südsee“, „Bin nur ein Jonny“ oder „Heut‘ hab‘ ich ein Schwipserl“.“