Café Populaire (DE)

von Nora Abdel-Maksoud
Karten
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
So – 09. Jun 19, 20:00
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Mi – 26. Jun 19, 20:00
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
So – 30. Jun 19, 20:00
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Zum letzten Mal in dieser Spielzeit:
Sa – 20. Jul 19, 20:00
Kammertheater, Foyer
Dauer – ca. 1:15 Std, ohne Pause
Deutsche Erstaufführung
Sa – 20. Apr 19
Karten
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
So – 09. Jun 19, 20:00
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Mi – 26. Jun 19, 20:00
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
So – 30. Jun 19, 20:00
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Zum letzten Mal in dieser Spielzeit:
Sa – 20. Jul 19, 20:00
“If you want to make the world a better place, take a look at yourself, and make a change“,
singt der King of Pop in Svenjas Lieblingslied. Svenja ist Hospiz-Clown und betreibt einen V-Log, über den sie ihren ‚Humornismus‘ verbreitet – eine Mischung aus Humor und Humanismus, mit der sie die Kleinstadt Blinden zu einem besseren Ort machen möchte. Online hat Svenja acht Follower, im real life hört ihr nur noch Püppi zu. Die älteste Hospizpatientin annonciert im Netz nach einem bolschewistischen Stahlarbeiter, während Svenja sich mit ihrem Unterhaltungsprogramm beim Gasthaus zur Goldenen Möwe bewirbt und Aram – Dienstleistungsproletariat – sich um alles kümmern muss, für das sich die wohlstandsverwöhnten Blindener zu fein sind. Deshalb ist Aram in den Augen des Dons Abschaum. Aber wer zur Hölle ist eigentlich dieser ominöse Don und woher kommt er auf einmal? In seiner Anwesenheit wird Svenja ausfällig gegenüber der Unterschicht. Verbotene Worte wie ‚Asiproll‘ brechen einfach aus ihr heraus. Wie kann ein Gutmensch nur so etwas sagen? Als Svenjas Klickzahlen durch den Don unverhofft ansteigen, muss sie sich entscheiden, wie sie mit dem „Man in the Mirror“ umgehen soll, der ihr böse Gedanken einflüstert.
Die Schauspielerin, Autorin und Regisseurin Nora Abdel-Maksoud wurde 2017 von Theater heute zur Nachwuchsregisseurin des Jahres gekürt und mit dem Kurt Hübner Regiepreis ausgezeichnet. Erfrischend verhandelt sie in ihren Komödien große Themen durch die Hintertür. Café Populaire entlarvt unseren alltäglichen Klassismus – Vorurteile und die damit einhergehende Diskriminierung aufgrund der sozialen Herkunft.
Inszenierung
Kostüme
Licht
Stefan Schmidt
Musikalische Einrichtung
Meike Boltersdorf
Dramaturgie

Pressestimmen

Stuttgarter Zeitung
Dorothee Schöpfer, 23. Apr 19
"Schon in der ersten Minute der rasant inszenierten Komödie "Café Populaire", die im Kammertheater als deutsche Erstaufführung am Samstag Premiere erlebte, wird klar, worum es geht: um die feinen Unterschiede, um das soziale Kapital, über das Theatergänger verfügen – und sich damit, wie Svenja böse zischt, abgrenzten gegen die, die mit Klassizismus noch nicht mal einen Baustil verbänden, dafür aber klatschten, wenn ihr Touri-Bomber auf der Landebahn aufsetze."

"Die junge Regisseurin Anja Schoenwald drückt aufs Tempo, was dem Witz gut, der Verständlichkeit manchmal weniger gut tut. Es ist ja nicht nur zum Lachen, was auf der im Foyer eingerichteten Bühne in pfeilschnellen Dialogen zu hören ist. Hinter der Komik steht eine kluge, sehr bissige Analyse der Gegenwart und ihrer sozialen Schere. Wie gekonnt Püppi (Felix Strobel) aus der Rolle fällt und die Handlung in einem Wutausbruch zusammenfasst, gehört zu den Höhepunkten eines nur 75 Minuten langen, aber mehr als kurzweiligen Abends."

Zur vollständigen Kritik
Kultura extra
Thomas Rothschild, 21. Apr 19
"Was den kurzen Abend sehenswert macht, sind die jungen Schauspieler Amina Merai, Valentin Richter, Felix Strobel und David Müller. Die Regiedebütantin Anja Schoenwald hat gut daran getan, sie von der Verführung zum Overacting abzuhalten. Sie können komisches Talent zeigen, ohne es auszustellen. Gerne sähe man dieses Quartett als Tobias von Rülp, Christoph von Bleichenwang, Maria und Malvolio in Shakespeares "Was ihr wollt"."
Zur vollständigen Kritik
Ludwigsburger Kreiszeitung
Arnim Bauer, 23. Apr 19
"Klamauk, viele Worte, die über das nahe sitzende Publikum ausgegossen werden, manchmal treten die Darsteller auch näher, sie agieren in ihren Rollen, steigen mittendurch auch einmal daraus aus, kurz, es ist Action angesagt."
Online Merker
Alexander Walther, 22. Apr 19
"…rasant und skurril… Humor ist hier immer wieder eine scharfkantige Waffe."
Zur vollständigen Kritik