Der gestiefelte Kater

Schulvorstellung
nach der Bühnenfassung von Thomas Freyer,
bearbeitet von Susanne Lietzow
Karten
Schauspielhaus
Familienstück für alle ab 6 Jahren
Dauer  – ca. 1:20 Std, ohne Pause
Premiere
So – 02. Dez 18
Karten
Im Königreich herrscht Notstand: Die Schatzkammern sind leer, seit Tagen ist kein Rebhuhn, seiner Majestät Leibspeise, mehr aufzutreiben und bis auf einen treuen Berater muss der gesamte Hofstaat entlassen werden. Die Prinzessin langweilt sich schrecklich in ihren Gemächern, die royale Laune ist am Boden.
Auch jenseits des Schlosses regiert Missmut. Hans ist als jüngster Müllerssohn nach dem Tod seines Vaters leer ausgegangen und nun völlig mittellos. Einzig ein Kater ist ihm vermacht worden. Und damit nicht genug. Hans traut seinen Ohren kaum, als dieser plötzlich zu sprechen anfängt und auch noch ein Paar rote Lederstiefel verlangt! Doch er investiert sein letztes Geld und erfüllt den Wunsch des Katers. Dieser zieht mit einem nagelneuen Paar feinster Stiefel auf zwei Beinen los, um ihrer beider Glück zu machen. Mit Mut, Witz und Beharrlichkeit schafft der Kater es nicht nur, Hans aus seiner Trübsinnigkeit zu reißen, sondern überzeugt auch den König, dass sein Herr ein wohlhabender Graf sei und damit eine gute Partie für dessen Tochter, die Prinzessin. Die findet schnell Gefallen an der Abwechslung – und auch an Hans …
Die Geschichte vom gestiefelten Kater, der alles auf eine Karte setzt und es mit gewieften Tricks bis ganz nach oben schafft, ist eines der beliebtesten Märchen und in zahlreichen Versionen überliefert. Hinter der rasanten Hochstapler-Komödie verbirgt sich die Kritik an einer Gesellschaft, in der Ignoranz gegenüber den Belangen anderer und ständige Sehnsucht nach einem besseren Leben und persönlicher Glücksmaximierung vorherrschen.

Mit freundlicher Unterstützung: Förderverein der Staatstheater Stuttgart e. V.
Inszenierung
Bühne
Musik
Boris Fiala
Video
Petra Zöpnek
Licht
Sebastian Isbert
Choreografische Beratung
Belina Nasra Mohammed Ali

Pressestimmen

Stuttgarter Nachrichten
Ariane Holzhausen, 03. Dez 18
""Der gestiefelte Kater" ist ein wahrer Augenschmaus: Groß und Klein bekommen ein modernes Märchen mit starken Typen."

"Susanne Lietzow [hat] das Märchen vom gestiefelten Kater der Gebrüder Grimm bearbeitet – ach was, zum Leben erweckt. Bestechend ist die Idee, alle Lebenwesen hier in eine Welt in Übergröße zu stecken. Wenn der arme Gustav in der Küche hantiert, explodiert das in jeder Hinsicht überragende Bühnenbild von Aurel Lenfert…."

"Fabian Raabe spielt den Kater mit so viel Inbrust, als lege er auch zuhause den Katzenschwanz gar nicht mehr ab. Den Dialogen zwischen Schlau-Katze und Töpel-Hans könnte man ewig lauschen …. Bis hierhin haben sich alle Hauptdarsteller ständig abwechselnd an die Wand gespielt – aber Röhrle als böser Zauberer steigert das noch mal."

Zur vollständigen Kritik
Eßlinger Zeitung
Petra Bail, 05. Dez 18
"Susanne Lietzow hat das romantische Volksmärchen … als sehenswertes, poppig-buntes Familienspektakel für alle ab sechs mit viel Witz, Musik und Botschaft inszeniert. Das Stück hat Drive. Knapp eineinhalb Stunden lang wird auf der fantasievollen XXL-Bühne von Aurel Lenfert atemlos gesungen, wild getanzt, frech gelogen und viel gelacht. Die Geschichte der Gebrüder Grimm kennt man. Lieztow hat der zeitgemäßen Fassung Freyers noch ein paar gesellschaftspolitisch aktuelle Details hinzugefügt, die das Märchen aus heutiger Sicht durchaus realistisch erscheinen lassen. Es geht um ungerechte Erbfolge, autoritär-ausbeutende Arbeitgeber, Mindestlohn und Frauen in Führungsebene. Das alles ist kind- und jugendgerecht in eine zauberhafte Comicwelt eingebunden, in der Thron, Küche und selbst Küchenreibe und Rebhuhn überdimensional sind."

"Man kann sich gar nicht satt sehen, wenn Fabian Raabe in metallicroten Stiefeln aus einer blauen "peuninger"-Tüte von Abenteuer zu Abenteuer tänzelt, die er erfolgreich besteht. Der Mann ist der Hit."

"Auch Fantasy-Fans kommen auf ihre Kosten, als sich die ganze Brigade ins unheimliche Reich des Zauberers aufmacht, den der Kater in einer Grusel-Show mit pyrotechnischen Effekten zuvor glanzvoll eliminiert hat."

"Mit griffiger Popmusik, schrägen Synchrontänzen, schrillen Kostümen, akrobatischen Slapstickeinlagen und romantischen Videoeinspielungen ist dieses mitreißende Bühnenspektakel eine klasse Ensembleleistung, das Kinder, Jugendliche und Erwachsene bei der Premiere gleichermaßen begeisterte. Viel verdienter Beifall."