Seuls

von und mit Wajdi Mouawad
Eine Produktion des Théâtre national de la Colline
Im Rahmen des Europäischen
Dramatiker*innen Preises
Termine
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Schauspielhaus
Stuttgarter Premiere
Sa – 19. Sep 20
Termine
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Harwan, ein 30-jähriger Student aus Montreal, der kurz vor der Verteidigung seiner Thesis steht, befindet sich nach einer Reihe zutiefst trivialer Ereignisse über Nacht eingesperrt in einem der Räume der Eremitage in St. Petersburg. Die Nacht wird mehr als zweitausend Jahre dauern und ihn, ohne dass er es für eine Sekunde hätte vorrausahnen können, zurück zu seiner Muttersprache führen, die verborgen unter tiefen Schichten, längst vergessen schien.
Seuls ist Teil von Wajdi Mouawads Schöpfungszyklus namens Domestique. Mouwad erforscht darin neue Arbeitsweisen und Narrative und zeichnet eine umfassende Familienkartografie. Begonnen mit den Monologen Seuls und Soeurs, sowie dem Duo Frères, soll der Zyklus in den kommenden Jahren von Vater und Mutter vervollständigt werden. Durch verschiedene Perspektiven wird eine komplexe Realität beschrieben. Die große Geschichte einer Familie betrachtet durch das Prisma des Inneren.
Inszenierung
Bühne
Emmanuel Clolus
Kostüme
Isabelle Larivière
Musik
Michael Jon Fink
Sounddesign
Michel Maurer
video
Dominique Daviet
Licht
Éric Champoux
Künstlerische Mitarbeit
Francois Ismert
Dramaturgie
Charlotte Farce

Pressestimmen

Nachtkritik
Dorothea Marcus, 19. Jul 08
"Die Kunst von Mouawad ist, Fragmente, Zeit- und Raumsprünge zu setzen, dass sie sich im Kopf des Zuschauers zusammensetzen und Welten öffnen, dass Fantasie und Meta-Realität sich auf der Bühne ständig vermischen und das Philosophische und das Konkrete, das radikal Persönliche und das Allgemeingültige gleichwertig nebeneinander stehen: Ein Realitätsexperiment, eine fantastische, komische, tiefgründige Kopfreise. Und so kommt man heraus aus dem kanadischen Schneetreiben in die Hitze von Avignon und fühlt sich beschwingt, inspiriert und glücklich wie schon lange nicht mehr nach dem Theater."
Zur vollständigen Kritik