Der goldene Topf

von E. T. A. Hoffmann
Karten
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Sa – 18. Mai 2019
Schauspielhaus
Premiere
Sa – 18. Mai 19
Karten
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Sa – 18. Mai 2019
Am Himmelfahrtstag stolpert der Student Anselmus in Dresden über den Marktkorb eines Apfelweibes. Obwohl er den Schaden mit seinem letzten Geld ersetzt, verflucht ihn die Alte: Er werde bald in einen Kristall fallen. Sein Missgeschick und sich selbst bedauernd, sitzt Anselmus unter einem Holunderbusch. Da hört er die verführerischen Stimmen von drei Schlangen und verliebt sich in die blauen Augen von Serpentina. Sein Freund, der Konrektor Paulmann, und dessen Tochter Veronika holen ihn zurück in die Realität. Veronika möchte Anselmus heiraten und ein geregeltes Leben an der Seite des angehenden Hofrates führen. Auch er selbst ist der Aussicht auf eine bürgerliche Existenz nicht abgeneigt. Im Haus des Archivarius Lindhorst, für den Anselmus exotische Manuskripte kopiert, begegnet er erneut Serpentina und erliegt der Magie ihrer fantastischen Welt. In Wirklichkeit ist Lindhorst ein Zauberer, der mit seiner Tochter Serpentina vor Urzeiten aus seiner Heimat Atlantis verbannt wurde. Hin- und hergerissen zwischen der bürgerlichen Welt Veronikas und dem Reich der Phantasie, welches Serpentina ihm eröffnet, ereilt ihn der Fluch des Apfelweibes …
„Ein Märchen aus der neuen Zeit“ nannte Hoffmann seine Novelle, die heute als ein Hauptwerk der Romantik gilt. Ihm ging es darum, „die Basis der Himmelsleiter, auf der man hinaufsteigen will in höhere Regionen, im Leben zu befestigen, so dass jeder nachzusteigen vermag.“ Zwischen der Vernunftehe mit Veronika und der magischen Liebe zur Schlangenfrau entscheidet sich der Traumtänzer Anselmus schließlich für ein Leben als Dichter an der Seite von Serpentina im sagenumwobenen Atlantis.
E. T. A. Hoffmann (1776–1822), der selbst eine Doppelexistenz als Künstler und Beamter führte, gilt als Dichter des Unbewussten. Der Konflikt zwischen innerer und äußerer Welt, zwischen der Welt des Geistes und dem materialistisch-bürgerlichen Leben, der sein ganzes Werk durchzieht, wird bei ihm ins Unheimliche und Fantastische gewendet, weshalb er auch den Beinamen Gespenster-Hoffmann bekam.
Inszenierung / Bühne & Kostüme
Mitarbeit Regie
Sebastian Sommer
Mitarbeit Bühne
Moritz Nitsche, Petra Weikert
Mitarbeit Kostüm
Wicke Naujoks
Musik
Alvin Curran
Video
Jakob Klaffs, Hugo Reis
Licht
Felix Dreyer