Orestie

Nach Aischylos in einer Neubearbeitung von Robert Icke
Deutsch von Ulrike Syha
Karten
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
So – 25. Nov 2018
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Sa – 01. Dez 2018
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Sa – 08. Dez 2018
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Sa – 22. Dez 2018
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Sa – 19. Jan 2019
Schauspielhaus
Dauer – 3:45 Std, 2 Pausen
Premiere
Sa – 17. Nov 2018
Karten
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
So – 25. Nov 2018
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Sa – 01. Dez 2018
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Sa – 08. Dez 2018
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Sa – 22. Dez 2018
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Sa – 19. Jan 2019
Am Anfang war alles gut. Eine scheinbar intakte Familie: die Eltern Agamemnon und Klytämnestra, ihre Kinder Orest, Elektra und Iphigenie. Der Tisch, an dem sich die Familie zum Essen versammelt, symbolisiert Zusammenhalt und schon sehr bald Zerfall. Ein Fluch lastet auf dieser Familie, eine Ahnung, dass der Krieg, der draußen zu Ende gegangen ist, im Inneren weiter tobt. Das Morden wird weitergehen: Klytämnestra, die Agamemnon mit Ägisth betrogen hat, wird ihren Mann erschlagen. Angetrieben von seiner Schwester Elektra, wird Orest den Vater rächen und seine Mutter und ihren Geliebten töten. Erst mit dem Eingreifen der Göttin Pallas Athene findet die heillose Gewalt ein Ende.
In der Tragödientrilogie von Aischylos sind die Figuren Getriebene und ihrem Schicksal ausgeliefert. Sie töten und morden. Denn sie handeln nach dem Gesetz der Blutrache, dem sie unterworfen sind, und auf Befehl der Götter, die sie beherrschen. Sie stellen weder das Gesetz noch sich selbst infrage. Es wird sein, wie es immer war. Erst im letzten Teil werden die Prinzipien einer Gesellschaft, die etwas auf sich hält, haltlos: Der Muttermörder Orest wird freigesprochen.
Robert Ickes Bearbeitung setzt genau hier an. In einer Gerichtsverhandlung werden die Protagonist*innen zu dem Geschehen befragt und müssen sich zu ihren Taten verhalten. Gleichzeitig erleben sie ihre Geschichte noch einmal und müssen sich fragen: Wer sind sie, woher kommen sie? Und schließlich: Warum sind sie so geworden, wie sie sind?
Aischylos verfasste die Orestie 458 v. Chr. Sie ist die einzige erhaltene Tragödientrilogie des antiken griechischen Theaters und zählt zu den bedeutendsten Dramen der Weltliteratur. Aischylos erlebte den Untergang der Tyrannei und die Entstehung der frühen Demokratie in Griechenland – die Orestie ist das Zeugnis dieses zivilisatorischen Bruchs.
Inszenierung
Bühne und Kostüme
Co-Regie
Anthony Almeida
Video
Tim Reid
Licht
Natasha Chivers, Tim Deiling
Ton
Tom Gibbons, Andrew Josephs
Dramaturgie

Pressestimmen

Eßlinger Zeitung
Martin Mezger, 19. Nov 18
"Angespannt, maskenhaft, fassungslos oder gefasst schneidet Leja die stärksten Mienen ins Gesicht zwischen Macht und Depression: ein herausragendes Schau-Spiel (ebenso die großartige Elke Twiesselmann als markig-steinalte Amme und archaische Furie)."
Ludwigsburger Kreiszeitung
Arnim Bauer, 19. Nov 18
"Dieser erste, prologhaft vorangestellte Teil ist der emotionalste und für den Zuschauer attraktivste, zumal Matthias Leja als Agamemnon und Sylvana Krappatsch als Klytämnestra hier zu darstellerischer Hochform auflaufen. Auch im weiteren Verlauf sind sie schauspielerische Stützen des Abends."
Schwäbische Zeitung
Barbara Miller, 19. Nov 18
"Die Darstellerinnen und Darsteller sind allesamt überzeugend. Besonders erfreulich, dass Sylvana Krappatsch, lange Jahre eine feste Größe in den Ensembles von Dieter Dorn an den Kammerspielen und am Resi in München, nun in Stuttgart engagiert ist. Der Schrei ihrer verzweifelten Klytaimnestra – großartig."
Zur vollständigen Kritik
Spiegel Online
Wolfgang Höbel, 18. Nov 18
"Der junge britische Regisseur Robert Icke ist (…) die Entdeckung beim Premierenwochenende… Tatsächlich gelingt [ihm] kluge, temporeiche, höchst unterhaltsame Theaterkunst. Seine Arbeitsmethode erinnert an die Stück-Übermalungen des fast gleichaltrigen australischstämmigen Regisseurs Simon Stone."
Zur vollständigen Kritik
Stuttgarter Zeitung
Tomo Pavlovic, 19. Nov 18
"Robert Icke konzentriert sich auf den Zerfall einer bürgerlichen Familie in Zeiten des Krieges, besonders aber auf Klytämnestra, für deren Tat er Verständnis aufbringt. Das ist trotz der Länge unterhaltsam, auch weil Sylvana Krappatsch ihre Mutterrolle facettenreich zelebriert und alles zusammenhält."
Zur vollständigen Kritik
Süddeutsche Zeitung
Adrienne Braun, 20. Nov 18
"Icke gelingt es, die Weisung der Götter glaubhaft in die Gegenwart zu überführen. Bei ihm muss sich Orest (Peer Oscar Musinowski) vor Gericht für den Muttermord verantworten, doch er legt dar, dass es keine Wahrheit gibt, sondern "unterschiedliche Brillen, mit denen wir zur selben Zeit auf dasselbe blicken." Der Vernunft, so Ickes Fazit, ist letztlich so wenig zu trauen wie dem Glauben. Ein vielschichtiges, anregendes Konzept."
Zur vollständigen Kritik