Publikumsbefragung:

1. Wie häufig und in welchen Situationen
denken Sie an den Tod?

Petra, 57
Fast jeden Tag.

Charlotte, 16
Oft, wegen meiner Großeltern.

Emma, 16
Ab und zu… wenn vom Tod die Rede ist oder einfach in Alltagssituationen.

Winfried, 62
Relativ häufig in unterschiedlichen Situationen.

Dominik, 20
Sehr wenig.

Leon, 21
Gelegentlich.

Anabel, 18
Selten.

Julia, 23
Ab und zu.

Matthias, 47
Durch Erinnerung an verstorbene Angehörige gelegentlich, aber durch den Beruf ebenfalls häufig (Arzt).

Ursula, 70
Sehr selten. Bei Todesfällen im Freundes-, Bekannten-, Verwandtenkreis.

Martin, 64
15 Mal in der Woche. Beim Lesen (Bücher, Zeitungen), in Pausen des Alltags.

Hans, 65
Oft abends, wenn ich nicht einschlafen kann.

Roland, 67
Selten, in Extremsituationen, aber auch da selten.

Franziska, 38
Eigentlich nur an Jahrestagen des Todes von geliebten Menschen. Bei Nachrichten/Katastrophenmeldungen bleibt es sehr abstrakt.

Ingrid, 65
Sehr selten.

Ulrike, 75
Sehr häufig, aber (noch) nicht bedrängend.

Herbert, 78
Selten.
(Ulrike und Herbert gehören zusammen)

Eva, 73
Fast ständig.

Cora, 23
Öfter, aber eher darüber, was ist, wenn andere Menschen sterben. Über meinen Tod fast nie. Will ich auch nicht, denn dann würde ich aufhören mutig zu sein! ;)

Félicien, 25
So selten wie möglich, aber dennoch zu oft.

Susanne, 65
Öfters.

Leo, 18
Eher selten. Todesfälle im kollektiven Bewusstsein (von „liebgewonnenen“ Prominenten o.ä.) genauso wie Todesfälle in der Familie machen mich nachdenklich.
Daniela, 32
Vermutlich überdurchschnittlich oft und viel, bei allen möglichen „großen“ und „kleinen“ Anlässen: z.B. Tod von Bekannten, überfahrenen Tieren auf der Straße, ersten grauen Haaren und Fältchen im Spiegel, Thematisierung in Büchern, Filmen etc. Ich kann das ganze Thema jedenfalls sehr schlecht „verdrängen“.

Kilian, 19
Relativ selten. Wenn ich mit dem Tod anderer konfrontiert werde meistens.

Sofie, 24
Häufig, besonders an schönen Tagen oder freudigen Anlässen. Was würde sich verändern, wenn ich nicht da wäre?

Amelie, 38
Eher selten, wenn es Gesprächsthema ist und dann meistens mit einer ordentlichen Portion Ironie. Der Tod ist schon traurig genug!

Camille, 15
Nicht sehr häufig. Manchmal, wenn es mir nicht gut geht – mental breakdown.

Fabio, 13
Ich denke fast nie an den Tod. Wenn ja, denke ich darüber nach, wie ich sterbe.

Maia, 16
Ja, allgemein ist das Leben doch sinnlos. Wenn ich sterbe, hinterlasse ich vielleicht etwas für die Menschen nach mir, doch die sterben auch. Also lebt man nur um zu sterben. Was bringt das Leben? Soll es uns auf den Tod vorbereiten, also auf das, was nach dem Tod passiert? Ist der Tod die Tür für das Wirkliche oder für etwas wichtiges Neues?

Emma, 16
Ja, daran, dass ich Angst habe zu früh zu sterben, und was wäre, wenn meine Freunde/Familie demnächst sterben.

Anastasia, 13
keine Antwort

Hanna, 19
Verlust und Leere. Persönlich: Tod als Cut – Schnittstelle, Ende des irdischen Lebens, keine Chance mehr zur Veränderung.

Sivany, 19
Ich denke nur an den Tod, wenn ich direkt damit konfrontiert werde, aber sonst nicht wirklich. Aber wenn ich daran denke, dann bedrückt mich der Gedanke, dass ich nicht weiß, wie und wann ich sterbe. Ich werde meinen letzten Moment, an dem ich lebe, nicht realisieren. Ich habe Angst, dass ich ihn nicht auskosten und schätzen werde.

Amelin, 16
Vor allem in Situationen, in denen ich damit konfrontiert werde, z.B. wenn jemand in meinem Umfeld stirbt, oder wenn man in der Kirche Verstorbenen gedenkt. Sonst denke ich vor allem darüber nach, wie das Leben nach dem Tod aussehen könnte, oder ob es das überhaupt gibt.

2. Wo und wie möchten Sie sterben?

Petra, 57
Ohne Schmerzen und schnell. Natürlich gerne erst im hohen Alter (aber nur, wenn es mir noch einigermaßen gut geht.)

Charlotte, 16
Alt einschlafen und nicht mehr aufwachen.

Emma, 16
Bei meiner Familie, ohne Schmerzen, wenn ich alt bin.

Winfried, 62
Möglichst ohne Schmerzen. Ort spielt keine Rolle.

Dominik, 20
In Zufriedenheit& Glückseligkeit eines natürlichen Todes.

Leon, 21
In liebevoller Umgebung und schmerzfrei eines natürlichen Todes.

Anabel, 18
Natürlicher Tod im Alter à Schmerzfrei in gewohnter Umgebung.

Julia, 23
In hohem Alter einschlafen, in meinem Bett.

Matthias, 47
Im Beisein der Liebsten, wo ist zweitrangig.

Ursula, 70
Mitten im Leben – in Aktion – einfach tot umfallen.

Martin, 64
Möglichst umfallen und tot sein.

Hans, 65
Ich möchte ohne große Schmerzen sterben und ich möchte mich von meiner Familie verabschieden können, mit letzten persönlichen Worten an jeden. Wo: nicht alleine.

Roland, 67
Friedlich, im Schlaf.

Franziska, 38
Schmerzfrei, unerwartet, im Schlaf. (Nachdem meine Kinder erwachsen sind.)

Ingrid, 65
Zu Hause einschlafen.

Ulrike, 75
Schnell, schmerzlos: zu Hause. Wenn nicht: Hospiz

Herbert, 78
Genauso!
(Ulrike und Herbert gehören zusammen)

Eva, 73
Auf meiner Couch.

Cora, 23
Ich will auf keinen Fall alleine sterben! Wo? … Ich glaub, irgendwo, wo die Sonne scheint.

Félicien, 25
Kurz und schmerzlos an einem Ort, wo ich mich frei fühle am besten mit einem letzten Adrenalinkick.

Susanne, 65
Zu Hause/im Beisein von Angehörigen/Freunden.

Leo, 18
a) an einem Ort, mit dem ich etwas verbinde
b) im Bett. Denn im Bett und in Begleitung seiner Nähesten scheint alles einfacher zu gehen.
Daniela, 32
Falls das überhaupt planbar ist (weil mein Ende vorher absehbar ist und nicht plötzlich kommt): Im Kreise einiger weniger, besonders vertraute Menschen, irgendwo in meiner ursprünglichen Heimat, wo ich aufgewachsen bin – und möglichst bei wachem, klarem Bewusstsein.

Kilian, 19
Gar nicht. Wenn dann sehr schnell und abrupt. Also so, dass ich nicht vorher davon weiß.

Sofie, 24                                                     
Am liebsten ganz plötzlich & unerwartet in einer ganz alltäglichen Situation, an einem alltäglichen Ort.

Amelie, 38
Ich möchte gerne an einem Ort sterben, an dem ich mich wohlfühle. Und wenn ich dann mal im Sterben liege, dann will ich das kurz halten. Meine Familie soll nicht ewig mit meinem Tod hadern müssen.

Camille, 15
Wie ist egal – alt.

Fabio, 13
Ich möchte nicht bei einem Unfall und auf gar keinen Fall mit Schmerzen sterben. Ich wünsche mir im Schlaf zu sterben.

Maia, 16
Ich möchte mir auf jeden Fall bewusst sein, dass ich sterben werde und mich darauf vorbereiten. Ich würde gerne noch einen Moment für mich haben, ohne Menschen (aber mit Tieren). Am liebsten würde ich einfach mit dem Bewusstsein einschlafen, dass ich woanders aufwachen werde.

Emma, 16
Ich würde gerne am Meer unter der Sonne sterben.

Anastasia, 13
Ich würde ein Lagerfeuer irgendwo in Italien am Strand machen, weiße Schokolade essen, in die Sterne schauen und mir denken, dass ich, wenn ich tot bin, auch ein Stern werde.

Hanna, 19
So, dass ich weiß, dass alle versorgt sind. Wenn ich jetzt sterben würde, dann in der Nähe meiner Familie. Vielleicht ändert sich das, wenn ich älter bin.

Sivany, 19
Ich schwanke zwischen plötzlich und so spät wie möglich. Beim plötzlichen Tod ist es scheiße für meine Angehörigen, weil ich aus ihrer Perspektive „zu früh/unvorhersehbar“ aus dem Leben gerissen werde. Für mich ist es aber egal, wie ich sterbe. Für meine Familie wäre es angenehmer, wenn ich langsam „vorhersehbar“ sterbe. Ich selbst möchte aber nicht langsam und mit Schmerzen auf den Tod warten.

Amelin, 16
Ich glaube, ich würde dann sterben wollen, wenn alle da sind, die mir wichtig sind. Ich würde gerne an einem Ort sterben, an dem ich mich zu Hause fühle und mich von allen verabschieden kann. Dann würde ich die Augen schließen, einschlafen, und nicht wieder aufwachen.

3. Wenn Sie die Freiheit hätten, Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen, wäre das eine Option für Sie?

Petra, 57
Ja, das würde ich.

Charlotte, 16
Ja, wenn es um meine Gesundheit so schlecht steht, dass ich nur mithilfe von Medikamenten funktioniere.

Emma, 16
Nur im äußersten Notfall, d.h., wenn ich körperlich oder mental leide und meine Angehörigen damit belaste.

Winfried, 62
Ja.

Dominik, 20
Ja, Freiheit ist mir wichtig.

Leon, 21
Ja, wenn nötig.

Anabel, 18
Ja, wenn ich mich ausdrücklich dazu entschieden habe.

Julia, 23
Nein.

Matthias, 47
Eher nicht.

Ursula, 70
Nur im äußersten Notfall.

Martin, 64
Ja.

Hans, 65
Das ist eine Option, aber nur, wenn ich die Situation als unerträglich erleben würde.

Roland, 67
Wenn es für mich die Erlösung ist, dann ja.

Franziska, 38
In ausweglosen Situationen – ja! Selbstbestimmung ist ein Menschenrecht.

Ingrid, 65
Aus jetziger Sicht nein. Ich kann mir aber vorstellen, dass es Situationen gibt, in denen der Wunsch berechtigt ist. Ich will es also nicht ausschließen.

Ulrike, 75
Ja!! Aber das sagt sich jetzt leichter.

Herbert, 78
Unbedingt!
(Ulrike und Herbert gehören zusammen)

Eva, 73
Ja.

Cora, 23
JA! Ich will nicht so lange wie möglich leben, sondern würdevoll sterben.
Daniela, 32
Ja! D.h. unter der Voraussetzung, dies könnte mir einen ansonsten langwierigen und qualvollen Sterbeprozess ersparen – der ohnehin nicht mehr aufzuhalten ist.

Kilian, 19
Nein.

Sofie, 24                                                     
Auf jeden Fall. Wieso den Tod hinauszögern, wenn er eh in absehbarer Zeit kommt?

Amelie, 38
Auf alle Fälle. Was gibt es Schöneres, als selbst zu bestimmen, wann das Leben enden soll. Nicht nur im Falle schwerer Krankheit, sondern auch dann, wenn man zum Entschluss kommt, dass es Zeit ist zu gehen. Da ist man dann vorbereitet und entspannt, egal was dann auf uns zukommt.

Camille, 15
Ja.

Fabio, 13
Nein. Das würde ich nicht wollen.

Maia, 16
Nein, ich würde es allein tun oder durchhalten.

Emma, 16
Ja, wäre es. Aber ich müsste mich vorher sehr lange Zeit, sehr intensiv damit auseinandersetzen.

Anastasia, 13
Nein, weil ich mich schlecht fühlen würde. Ich würde mich auch ein bisschen meiner Familie gegenüber verantwortlich fühlen. Es ist schlimm zu sehen, wie Leute sterben.

Hanna, 19
Wäre das Selbstmord? Nein, ich habe das Vertrauen, dass alles auch ohne mein Eingreifen so passiert, wie es passieren muss.

Sivany, 19
3. Es käme definitiv auf meine gesundheitliche Situation an.

Amelin, 16
Ich denke, wenn ich alle Ziele in meinem Leben erreicht habe und ich z.B. eine schwere Krankheit, mit starken Schmerzen, hätte, wäre es eine Option für mich.

Félicien, 25
Jetzt gerade nicht, aber im Falle einer Krankheit ohne Genesungschancen definitiv, ja!

Susanne, 65
Ja.

Leo, 18
Ich denke schon. Wenn es mich von großem Leid erlöste.