Jürgen Resch

(c) Steffen Holzmann
Jürgen Resch, geboren 1960 in Plochingen, leitet seit 35 Jahren als Bundesgeschäftsführer die Deutsche Umwelthilfe, einen der einflussreichsten Umwelt- und Verbraucherschutzverbände in Deutschland. Begonnen hat seine Karriere Anfang der 1980er Jahre mit der Aufdeckung des Vogelsterbens am Bodensee durch das Pestizid Endrin und dem bundesweiten Verbot von Endrin und anderen Pestiziden. Bekannt wurde er nach 2000 vor allem durch die Durchsetzung des Dosenpfands, seinen Einsatz für die „saubere Luft“ mit der Durchsetzung des Dieselpartikelfilters, die schwefelfreien Kraftstoffe, durch zahlreiche Gerichtsverfahren und insgesamt 70 grüne Umweltzonen und Dieselfahrverbote – gegen den erbitterten Widerstand der Automobilindustrie. Seit 2010 warnte er vor einem weiteren Betrug der Dieselkonzerne beim Dieselabgasgift Stickstoffdioxid (NO2) und überführte BMW, Daimler und VW sowie ausländische Hersteller im Diesel-Abgasskandal. Der bisher wichtigste Erfolg waren die im Januar 2020 von der DUH initiierten und finanzierten Klimaklagen beim Bundesverfassungsgericht, dessen historische Entscheidung im April 2021 einen Paradigmenwechsel im Umweltrechtsschutz in Deutschland eingeleitet hat. Jürgen Resch lebt am Bodensee.

Er wird in Ökozid am Fr – 28. Jan als Gastredner ein etwa 15-minütiges Statement im Rahmen der auf der Bühne etablierten Gerichtsverhandlung halten.