Spielstätten

SCHAUSPIELHAUS

Oberer Schlossgarten 6
70173 Stuttgart

Geschichte

Littmann Bau

Die Königlichen Hoftheater in Stuttgart wurden im September 1912 eröffnet. Nach Plänen des Architekturbüros Max Littmann entstand in drei Jahren Bauzeit eine monumentale Doppeltheateranlage mit Großem und Kleinen Haus für 1400 bzw. 800 Zuschauer, verbunden durch einen Verwaltungstrakt und einen Kulissenbau.

Schon im Ausschreibungsverfahren war die Gestaltung des Zuschauerraums festgelegt: Parkett, erster Rang mit Logen für das Königshaus, zweiter Rang, dahinter eine Galerie mit steil ansteigenden Sitzreihen ähnlich den Rängen eines Amphitheaters. Die Innenräume waren großteils mit einer aufwändigen Holz- vertäfelung versehen, die übrigen Flächen in verschiedenen Grüntönen gehalten. Säulen nach antikem Vorbild zierten die Fassade. 1924 wurden die Theater- bauten unter Denkmalschutz gestellt.

Kriegsschäden

Im zweiten Weltkrieg wurde das Kleine Haus durch mehrere Bombardements völlig zerstört. Im Februar und Juli 1944 waren Fassade und Bühnenhaus von Sprengbomben schwer getroffen worden. Der Rest des Gebäudes brannte bei einem Angriff am 12. September völlig aus. Verwaltungsbau und Großes Haus blieben nahezu unbeschadet.

Neubau

Nach Diskussionen über eine Wiedererrichtung des Kleinen Hauses begann man 1959 an alter Stelle mit einem Neubau des Kleinen Hauses – im Stile der Zeit und technisch auf dem neuesten Stand. Hans Volkart gliederte an die erhaltene südwestliche Außenmauer ein rechtwinkliges Bühnenhaus an. Diesem vorgelagert wurde ein Zuschauer- haus in achteckiger Anlage mit großen Glasfronten zum Park. Gleichzeitig gestaltete die Bundesgartenschau 1961 Oberen und Mittleren Schlossgarten neu und der ovale Anlagensee verwandelte sich in den Eckensee. 1962 konnte das Schauspiel den Spielbetrieb im Kleinen Haus aufnehmen. 2002 wurde der Bau in Schauspielhaus umbenannt.

ANREISE

ÖFFENTLICHE
VERKEHRSMITTEL

BAHN
ICE, IC, InterRegio bis Hauptbahnhof
(noch 10 Gehminuten)
STRASSENBAHN
U5, U6, U7, U12 bis Hauptbahnhof,
U1, U2, U4, U9, U14 bis Staatsgalerie
BUS
Bus 40, 42 und 44 bis Hauptbahnhof,
40, 42 bis Staatsgalerie, N2-N6
bis Hauptbahnhof
S-BAHN
S1-6 bis Hauptbahnhof
FAHRPLÄNE

Mit dem Auto

A8
Karlsruhe – Stuttgart
(Ausfahrt Stuttgart-Degerloch)
München – Stuttgart
(Ausfahrt Stuttgart-Degerloch)
A81
Würzburg - Heilbronn - Stuttgart
(Ausfahrten Stuttgart - Feuerbach,
Stuttgart - Zuffenhausen)

Bodensee - Singen - Rottweil - Stuttgart
(Ausfahrt Stuttgart - Zentrum)

Bundesstraßen B10, B14, B27, B295
(Jeweils Richtung Stadtmitte, Hauptbahnhof)
PARKHÄUSER*
Tiefgarage Staatsgalerie
Konrad-Adenauer-Straße 30,
70173 Stuttgart

Tiefgarage Schloßgarten
Schillerstraße,
70173 Stuttgart

Tiefgarage Landtag
Konrad-Adenauer-Straße 3,
70173 Stuttgart

* Alle Parkhäuser sind durchgehend geöffnet.

KAMMERTHEATER

Konrad-Adenauer-Straße 32
70173 Stuttgart

Geschichte

Das Kammertheater ist eine gemeinsame Spielstätten des Schauspiels Stuttgart und des Stuttgarter Balletts. Das Gebäude ist Teil der von Architekt James Stirling (1926-1992) erbauten Neuen Staatsgalerie und wurde am 25. September 1983 eröffnet. Sterling war einer der bedeutendsten britischen Architekten des 20. Jahrhunderts. Die Staatsgalerie gilt als Meisterwerk der sogenannten eklektizistischen Postmoderne, Sterling verarbeitete in dem Bau zahlreiche regionale und überregionale historische Zitate.

Das Kammertheater mit ca. 200 Plätzen ist nach dem Schauspielhaus die zweitwichtigste Spielstätte des Schauspiels und bietet Stücke für klassische Kammerspielbesetzungen, Uraufführungen, Liederabende, aber auch Konzerte, Poetry Slams, Autorenlesungen und verstärkt Veranstaltungen für ein junges Publikum.

Anreise

S/U
Hauptbahnhof/Arnulf-Klett-Platz
U Staatsgalerie
 
Bus
40, 42, 44

Parkhäuser:
Landesbibliothek, Schloßgarten,
Staatsgalerie & Landtag

NORD

Löwentorstraße 68 (Löwentorbogen)
70376 Stuttgart

Geschichte

Probenzentrum mit Spielstätte Nord
In einem leerstehenden ehemaligen Produktionsgebäude eines Zulieferunternehmens der Automobilindustrie wurden in 14 Monaten Umbauzeit durch den Generalplaner Dibag Industriebau AG/München die bisher im gesamten Stadtgebiet von Stuttgart verteilten Probebühnen für Schauspiel und Oper sowie die neue Spielstätte Nord der Württembergischen Staatstheater Stuttgart untergebracht.

Entlang eines zentralen Erschließungsflures, dessen Größe dem Transport der Kulissen und anderer Ausstattungsgegenstände dient, reihen sich je drei Probebühnen für Schauspiel und Oper mit 300 – 900 m² Grundfläche sowie die neue Spielstätte Nord für ca. 100 Zuschauer. Die moderne theaterspezifische technische Ausstattung ermöglicht optimale Produktions- und Arbeitsbedingungen. Daneben befinden sich hier auch die notwendigen Garderoben und Maskenbereiche für die Künstler wie auch Büros, Werkstätten, Personal- und Aufenthaltsbereiche der technischen Beschäftigten der Staatstheater.

Baubeginn war im August 2009. Die Inbetriebnahme der (Probe-) Bühnen erfolgte ab Juli 2010.

Anreise

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Straßenbahn U12 bis Löwentor oder U13 bis Löwentor oder Rosensteinpark, Bus N5 bis Löwentor

Anfahrt mit dem Auto
Von der Bundesstraße 10 - Pragstraße - abbiegen in die Löwentorstraße, dann an der Ampel rechts abbiegenin den Löwentorbogen.

Parkplätze im Parkhaus sind für unsere Besucher ab einer Stunde vor Vorstellungsbeginn im anliegenden Parkhaus kostenlos. Von dort aus führt ein Weg durch den Gebäudekomplex zum Haupteingang.

Barrierefreier Zugang möglich (Parkplätze vor dem Haus und Aufzug sind vorhanden)

Freie Fahrt ins Theater
Am Tag der Vorstellung gilt die Eintrittskarte als Fahrschein (2. Klasse) in den Verkehrsmitteln des VVS: drei Stunden vor Beginn der Veranstaltung zur Fahrt zum Veranstaltungsort und nach Vorstellungsende zur Rückfahrt (auch in den Nachtbussen).