Verbrennungen

von Wajdi Mouawad
aus dem Französischen von Uli Menke. Hebräisch von Dori Parnes, Arabisch von Ramy Al-Asheq, Englisch von Linda Gaboriau.

Karten
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Sa – 05. Feb 22, 19:30
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So – 06. Feb 22, 19:30
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Mo – 07. Feb 22, 19:30
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Schauspielhaus
in deutscher, hebräischer, arabischer und englischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Premiere
Sa – 05. Feb 22
Karten
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Sa – 05. Feb 22, 19:30
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So – 06. Feb 22, 19:30
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Mo – 07. Feb 22, 19:30
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
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Sie ist verstummt. Fünf Jahre bis zu ihrem Tod spricht Nawal kein einziges Wort mehr. Bei der Testamentseröffnung erhalten ihre Kinder, die Zwillinge Johanna und Simon, zwei verschlossene Briefe. Einer ist an ihren älteren Bruder, von dessen Existenz sie nichts wussten, und der andere ist an ihren totgeglaubten Vater adressiert. Die Suche nach ihnen führt sie in die Heimat der Mutter, in den Nahen Osten – und in die kollektive Tragödie des Krieges. Sie finden heraus, wer ihre Mutter wirklich war, welches Geheimnis sie jahrelang mit sich herumgetragen hatte und wie tief die Familie in die von Bürgerkrieg geprägte Vergangenheit verstrickt ist.
Die filmische Struktur des Textes lässt die Handlung vor- und zurücklaufen. Neben der Geschichte um Johanna und Simon entspinnt sich eine zweite Erzählebene, die Bruchstücke aus dem früheren Leben von Nawal zeigt. Die beiden Narrative überlagern sich. Gestern, heute – alles greift gleichzeitig ineinander und zusammen wie in einem Mosaikspiel.
„Ich wollte einen Schrei ausdrücken, ich wollte Ängste austreiben, ich wollte vermitteln, was unsere Eltern nicht ausdrücken konnten; ich wollte, dass es trifft …“, schreibt Wajdi Mouawad, dem Krieg und Vertreibung nur allzu vertraut sind.
Und Verbrennungen traf und trifft. Die schier unerträgliche, dabei ergreifende Familiensaga vor dem Hintergrund des Bürgerkriegs im Libanon erzählt, vergleichbar nur mit der Wucht griechischer Tragödien, was der Krieg mit einer Familie anrichten kann und wie sehr das einmal Eigene, die angebliche Identität, davon bestimmt wird.
Das 2003 von Wajdi Mouawad geschriebene Drama wurde 2010 von Denis Villeneuve verfilmt und für den Oscar in der Rubrik „Bester fremdsprachiger Film“ nominiert.

mit freundlicher Unterstützung des Fördervereins der Staatstheater Stuttgart e.V.
Inszenierung
Bühne
Kostüme
Video
Dramaturgie
Übertitel
Anne Hirth