
Fünfteilige Serie „KI and ME“: Identität, Autonomie und das Menschsein im Zeitalter der KI
Die Audio-Serie „KI and ME“ von Dietrich Brants klärt in fünf Folgen, wie Big Tech aus persönlichen Daten eine digitale Identität konstruiert. Wie Big Other uns kontrolliert. Welche Folgen das für unsere Autonomie hat. Wie ein Avatar gepromptet wird. Wie man nach dem eigenen Tod weiter chattet. Und welches Menschsein KI nie verstehen wird. Basierend auf dem Theaterstück KI essen seele auf (ORPHEAI) von Thomas Köck.
Sieben Bestellungen bei Amazon reichen für ein digitales Profil. Mit ausführlichem, psychologischem Steckbrief. Ein „Code, der dich spiegelt“, wie es im Theaterstück von Thomas Köck heißt. Resilienz, emotionale Labilität und viele andere Eigenschaften können mit dem Code, den Kristina Malyseva und Benedikt Mildenberger entwickelt haben, detailliert bestimmt werden. Oft erstaunlich präzise.
Dietrich Brants, Autor der Serie KI and ME, hat es getestet. Und den humanoiden Roboter AMECA gefragt, wie Konzerne mit KI aus unseren Daten automatisch eine digitale Identität produzieren – jedes Mal, wenn wir online sind.
Dietrich Brants, Autor der Serie KI and ME, hat es getestet. Und den humanoiden Roboter AMECA gefragt, wie Konzerne mit KI aus unseren Daten automatisch eine digitale Identität produzieren – jedes Mal, wenn wir online sind.
Entscheidend für Tech-Konzerne ist unser Begehren. Welche Produkte und Inhalte wir wünschen. Welches Problem wir mit KI lösen wollen, wenn wir ChatGPT fragen.
Die Desires, erklärt der Dramatiker Thomas Köck, machen uns abhängig von vielen Diensten. Ohne dass wir es merken. Das ist der Trick, ohne den kein digitales Profil erstellt werden könnte. Überwacht von Machines of Loving Grace. So arbeitet „Big Other“, wie die Harvard-Ökonomin Shoshana Zuboff die Macht von Big Tech nennt.
Die Desires, erklärt der Dramatiker Thomas Köck, machen uns abhängig von vielen Diensten. Ohne dass wir es merken. Das ist der Trick, ohne den kein digitales Profil erstellt werden könnte. Überwacht von Machines of Loving Grace. So arbeitet „Big Other“, wie die Harvard-Ökonomin Shoshana Zuboff die Macht von Big Tech nennt.
Was ist ein Avatar? Die digitale Version meiner Person, die aussieht wie ich, spricht wie ich, auch mit meiner Stimme, meinen Eigenheiten und Erinnerungen. Oder auch eine Wunsch-Identität verkörpern kann.
Der Filmemacher Martin Haerlin, der sich für einen Kurzfilm in ein jüngeres Selbst verwandelt hat, sagt: „Immer nur ein mögliches Ich“. Kein Doppelgänger. Kein Klon. Immer nur eine Variante meiner selbst. Abhängig davon, welchen Datensatz man zugrunde legt.
Der Filmemacher Martin Haerlin, der sich für einen Kurzfilm in ein jüngeres Selbst verwandelt hat, sagt: „Immer nur ein mögliches Ich“. Kein Doppelgänger. Kein Klon. Immer nur eine Variante meiner selbst. Abhängig davon, welchen Datensatz man zugrunde legt.
Wie verlängert man eine Identität in die digitale Ewigkeit? Wie verwandelt man sie in einen Avatar, mit dem Hinterbliebene kommunizieren können? Wer träumt von einem solchen „Afterlife“? Sind es vor allem Menschen in transzendentaler Obdachlosigkeit, die an keinen Gott mehr glauben – keine Auferstehung der Seele? Und sich deshalb auf digitale Weise verewigen wollen?
Das war die Annahme der beiden Dokumentarfilmer und Buchautoren Hans Block und Moritz Riesewieck. Weshalb sie ihr Projekt Vom Ende der Endlichkeit zuerst Eternal ME nannten. Es sind aber vor allem Freunde und Familie, die sich ein Nachleben ihrer Liebsten wünschen. Die mit Toten sprechen wollen. Sie um Rat fragen. Oder einfach: „Liebst du mich noch?“
Das war die Annahme der beiden Dokumentarfilmer und Buchautoren Hans Block und Moritz Riesewieck. Weshalb sie ihr Projekt Vom Ende der Endlichkeit zuerst Eternal ME nannten. Es sind aber vor allem Freunde und Familie, die sich ein Nachleben ihrer Liebsten wünschen. Die mit Toten sprechen wollen. Sie um Rat fragen. Oder einfach: „Liebst du mich noch?“
Die Konfrontation mit KI provoziert philosophische Fragen. Zum Beispiel: Was ist ein freier Wille, wenn KI selbständig Ziele definieren und verfolgen kann? Was ist Liebe, wenn KI Gefühle simulieren kann und Menschen sich in Maschinen verlieben? Was ist Bewusstsein, wenn die KI „Ich“ sagt und ihr Verhältnis zum Menschen reflektiert?
Was ist dann noch der Mensch? Was unterscheidet uns noch von KI – wenn KI den Menschen immer besser simulieren kann: Sprechen, denken, fühlen, entscheiden kann – quasi wie wir? Was ist dann noch typisch menschlich?
Was ist dann noch der Mensch? Was unterscheidet uns noch von KI – wenn KI den Menschen immer besser simulieren kann: Sprechen, denken, fühlen, entscheiden kann – quasi wie wir? Was ist dann noch typisch menschlich?