Kleiner Mann
– was nun?

von Hans Fallada
Karten
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Sa – 17. Okt 26, 19:30
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Fr – 23. Okt 26, 19:30
Kammertheater
ab Klasse 10
Premiere
Sa – 17. Okt 26

Karten
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Sa – 17. Okt 26, 19:30
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Fr – 23. Okt 26, 19:30
Sachlich und nüchtern fasste der Autor Hans Fallada die Handlung seines Romans zusammen: „Ehe und Wehe von Johannes Pinneberg, Angestellter, verliert seine Stellung, bekommt eine Stellung, wird endgültig arbeitslos. Einer von sechs Millionen, ein Garnichts, und was der Garnichts fühlt, denkt und erlebt.“
Der „kleine“ Mann, das ist Pinneberg, der mit seiner Frau Emma, genannt Lämmchen, und dem gemeinsamen Kind mit aller Kraft und doch vergeblich versucht, ein bürgerliches Leben zu führen. Fallada beschreibt den täglichen Überlebenskampf von der Hand in den Mund des frisch verheirateten Paars. Jeder Pfennig muss umgedreht, jeder Schritt und jede Anschaffung genau bedacht werden. Denn die Zeiten sind wüst und prekär: Massenarbeitslosigkeit, die Sorge davor, selbst „abgebaut“ zu werden, „stempeln gehen“ zu müssen, das immerwährende Damoklesschwert des sozialen Abstiegs, Zukunftsangst: Was nun?
1932 erschienen, am Vorabend der nationalsozialistischen Machtergreifung und in den letzten Zügen der krisengeschüttelten Weimarer Republik, traf der Roman einen Nerv und wurde als „Falladas Volksbuch“ zum Welterfolg. Erst 2016, über 80 Jahre später, erschien die vollständige Originalfassung – ein Viertel des Textes war aus verlags- und gesellschaftspolitischen Gründen getilgt worden: Berliner Lokalkolorit, Szenen aus dem rauschhaften Nachtleben der frühen 1930er-Jahre, sexuelle Freizügigkeit und politische Einordnung der Figuren in Nazis oder Kommunist*innen – scharfe Beobachtungen an diesem verhängnisvollen Kipppunkt der deutschen Geschichte sind hier endlich abgebildet.

Zino Wey beleuchtet in seiner Inszenierung die Zeitlosigkeit und Aktualität der Sorgen des „kleinen“ Mannes: Zeitenwende, Wertewandel, Verrohung, Populismus – Parallelen zwischen der Weimarer Zeit und der unsrigen drängen sich auf und die titelgebende Frage stellt sich erneut. Pinneberg und Lämmchen aber haben zumindest einander und geben sich Halt durch alle Krisen hindurch.
Inszenierung / Bühne
Kostüme