König Richard der Dritte
Schauspielhaus
ab Klasse 10
Premiere
Fr – 16. Okt 26
Fr – 16. Okt 26
Richard, Duke of Gloster, dessen Bruder Edward gerade den Thron bestiegen hat, will selbst König von England werden. Derweil er Edward um seine Macht beneidet, beginnt Richard insgeheim mit Intelligenz, seiner Fähigkeit zur Täuschung und politischer Intrige darauf hin, das Amt zu übernehmen.
Hierfür ermordet er nicht nur seine Verwandten, die in der königlichen Erbfolge vor ihm stehen, sondern ebenso alle, die sich ihm und seinem absoluten Herrschaftsanspruch entgegenstellen. So gelingt es ihm durch meisterhafte Manipulation, Lady Anne, die tief in Trauer versunken ist, zu heiraten. Sie ahnt nicht, dass er der Mörder ihres Mannes ist. Weitere Widersacher seiner Herrschaft verschwinden hinter den Mauern des Towers und kehren nie zurück. Als er endlich auf dem Höhepunkt seiner Macht angelangt ist, versammeln sich jedoch seine Gegner und Gegnerinnen, um ihn endgültig zu Fall zu bringen.
Im Gegensatz zur historischen Biografie von Richard III. überdauerte eine andere Charakterstudie die Nachwelt: Kein Geringerer als William Shakespeare zeigt in seinem frühen Drama (Uraufführung 1593) den zynischen und kaltblütigen Kampf der Adelshäuser York und Lancaster um Englands Thron während der sogenannten Rosenkriege im 15. Jahrhundert. So ist die Figur Richard III. in ihrer Ambivalenz sowohl eine Geschichtsfälschung als auch eine abgrundtief faszinierende Tragödienfigur. Hinter seinem fanatischen Machtanspruch verbirgt sich nicht nur ein ausgeklügeltes Kalkül, sondern auch eine zutiefst verstörte Seele. Als politischer Stratege, raffinierter Verführer, Vergewaltiger und Mörder erbaut er sich ein Herrschaftssystem, das geprägt ist von Machterhalt, Egomanie, Skrupel- und Empathielosigkeit, gepaart mit Größenwahn.
Wie seine Herrschaft und die Faszination des Bösen in unsicheren Zeiten enden werden, ist bekannt. Doch wie steht es um die zeitlose Frage nach unmoralischem Handeln zum Zwecke des Machterhalts und um die Sehnsucht nach autoritären Strategien?
Hierfür ermordet er nicht nur seine Verwandten, die in der königlichen Erbfolge vor ihm stehen, sondern ebenso alle, die sich ihm und seinem absoluten Herrschaftsanspruch entgegenstellen. So gelingt es ihm durch meisterhafte Manipulation, Lady Anne, die tief in Trauer versunken ist, zu heiraten. Sie ahnt nicht, dass er der Mörder ihres Mannes ist. Weitere Widersacher seiner Herrschaft verschwinden hinter den Mauern des Towers und kehren nie zurück. Als er endlich auf dem Höhepunkt seiner Macht angelangt ist, versammeln sich jedoch seine Gegner und Gegnerinnen, um ihn endgültig zu Fall zu bringen.
Im Gegensatz zur historischen Biografie von Richard III. überdauerte eine andere Charakterstudie die Nachwelt: Kein Geringerer als William Shakespeare zeigt in seinem frühen Drama (Uraufführung 1593) den zynischen und kaltblütigen Kampf der Adelshäuser York und Lancaster um Englands Thron während der sogenannten Rosenkriege im 15. Jahrhundert. So ist die Figur Richard III. in ihrer Ambivalenz sowohl eine Geschichtsfälschung als auch eine abgrundtief faszinierende Tragödienfigur. Hinter seinem fanatischen Machtanspruch verbirgt sich nicht nur ein ausgeklügeltes Kalkül, sondern auch eine zutiefst verstörte Seele. Als politischer Stratege, raffinierter Verführer, Vergewaltiger und Mörder erbaut er sich ein Herrschaftssystem, das geprägt ist von Machterhalt, Egomanie, Skrupel- und Empathielosigkeit, gepaart mit Größenwahn.
Wie seine Herrschaft und die Faszination des Bösen in unsicheren Zeiten enden werden, ist bekannt. Doch wie steht es um die zeitlose Frage nach unmoralischem Handeln zum Zwecke des Machterhalts und um die Sehnsucht nach autoritären Strategien?