Nah dran
Theater im Gespräch
Foyer Kammertheater
In Zeiten der wachsenden gesellschaftlichen Spaltung ist und bleibt es wichtig, die Konfliktfähigkeit und den respektvollen Diskurs hochzuhalten. Mit diesem neuen Format wollen wir das Foyer des Kammertheaters weiterhin als Raum für Austausch und Begegnung öffnen. Im gemeinsamen Dialog mit unserem Publikum und wechselnden Expert*innen durchleuchten wir zentrale Motive unseres Spielplans. Dabei sind alle aufgefordert, sich einzubringen, ihre Perspektive zu teilen und Fragen zu stellen.
Künstliche Intelligenz und Datenkapitalismus
Fr – 13. Feb 26, 19:30
In der neuen Ausgabe unseres Diskursformates Nah dran wollen wir unsere Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex Künstliche Intelligenz fortsetzen und dabei explizit ihre tragende Funktion innerhalb des gegenwärtigen Datenkapitalismus durchleuchten. Wie trägt KI zur Nutzbarmachung menschlicher Daten als ökonomische Ressource bei? Welchen unsichtbaren Einfluss hat sie auf unser Konsumverhalten und unseren (digitalen) Alltag? Welche gesellschaftspolitischen Folgen ergeben sich daraus über die individuelle Erfahrung hinaus?
Diesem komplexen Themenfeld wollen wir uns gemeinsam mit KI-Expertin, Journalistin und Produktmanagerin Marie Kilg nähern und laden zum offenen Gespräch, das auch unserem Publikum Gelegenheit bietet, sich einzubringen.
Diesem komplexen Themenfeld wollen wir uns gemeinsam mit KI-Expertin, Journalistin und Produktmanagerin Marie Kilg nähern und laden zum offenen Gespräch, das auch unserem Publikum Gelegenheit bietet, sich einzubringen.
Künstlerische Transformationsprozesse in Krisenzeiten
Mi – 25.Mär 26, 19:30
1928 entstand nicht nur Brecht/Weil/Hauptmanns Die Dreigroschenoper – sie zeigt im Kern den Traum eines ungleichen Liebespaares, dessen Realität v. a. durch Korruption, Profitgier und Kriegstreiberei gekennzeichnet war – sondern auch Otto Dix' weltberühmtes Triptychon Großstadt (Sammlung Kunstmuseum Stuttgart). Theatermacher*innen wie Brecht/Weill/Hauptmann und Künstler*innen der „Neuen Sachlichkeit“ wie Otto Dix, George Grosz oder Hanna Nagel nahmen die gesellschaftlichen Umbrüche, Missstände sowie die Herausforderungen ihrer Zeit ganz genau unter die Lupe und zeigten in ihrer jeweiligen Kunstform die Probleme der Industrialisierung und des Zeitgeschehens, den unbarmherzigen Lebensalltag jener Jahre, die Versprechungen der neuen Mobilität sowie die verheißungsvollen Neuerungen im Gebiet der Technik mit ihren Mitteln auf und rückten sie ins Zentrum der Diskussion. Heute diskutieren wir ähnliche Themenfelder wieder neu und fragen in der Kunst, wie wir gesellschaftliche Umbrüche und Verschiebungen in den künstlerischen Erfahrungsprozessen darstellen? Mit welchen Formaten und mit welchen Themen erreichen wir heute die Menschen? Wie sehen die Verhaltenslehren der Kälte (Helmut Lethen) für die Jetztzeit aus? Reicht es aus, Kunst als Ort der Partizipation und des Dialoges zu denken oder muss sich die Kunst selbst in Frage stellen? Wie können wir gemeinsam herausfinden, in was für einer Welt wir leben?
Prof. Dr. Heinz Bude (Soziologe, Autor, Gründungsdirektor des documenta Institutes) und Dierk Höhne (Kurator/Kunstmuseum Stuttgart für zeitgenössische Kunst und den Sammlungsbestand zur Neuen Sachlichkeit) versuchen gemeinsam mit Katja Prussas (Dramaturgin) kreative Denkräume zu künstlerischen Transformationsprozesse in Krisenzeiten an diesem Abend zu eröffnen und gemeinsam mit Ihnen ins Gespräch zu kommen.
Prof. Dr. Heinz Bude (Soziologe, Autor, Gründungsdirektor des documenta Institutes) und Dierk Höhne (Kurator/Kunstmuseum Stuttgart für zeitgenössische Kunst und den Sammlungsbestand zur Neuen Sachlichkeit) versuchen gemeinsam mit Katja Prussas (Dramaturgin) kreative Denkräume zu künstlerischen Transformationsprozesse in Krisenzeiten an diesem Abend zu eröffnen und gemeinsam mit Ihnen ins Gespräch zu kommen.
Gesellschaft und Dialog – Warum wir reden müssen, auch wenn's weh tut
Di – 21. Okt 25, 19:30
Im Rahmen der Reihe Nah dran – Theater im Gespräch fragen wir dieses Mal: Wie gelingt Kommunikation in einer Welt, in der Sprache, Herkunft und Perspektiven so unterschiedlich sind? Wir stellen uns dabei die Frage: Wo liegen darin die Möglichkeiten eines gelingenden Dialogs, gerade dort, wo Polarisierung und Missverständnisse Verständigung erschweren.
Auf dem Podium diskutieren Prof. Dr. Oliver Zöllner (Institut für Digitale Ethik) und Mithu M. Sanyal (Kulturwissenschaftlerin, Publizistin sowie Autorin von u. a. dem Erfolgsroman Identitti) gemeinsam mit Benjamin Große (Dramaturg).
Mithu M. Sanyal bringt als Autorin und Publizistin zentrale Themen unserer Gegenwart ins Gespräch: Gender und Identität, Boykott und Angst in Kunst und Öffentlichkeit, Sprechverbote und Redefreiheit und das Scheitern von Kommunikation – sei es in der digitalen Öffentlichkeit, in gesellschaftlichen Machtverhältnissen oder im persönlichen Austausch.
Prof. Dr. Oliver Zöllner beschäftigt sich mit Fragen der Kommunikation, der Medienkultur und des Wertewandels im digitalen Zeitalter. In Zeiten wachsender gesellschaftlicher Spaltung ist und bleibt es ihm ein Anliegen, Konfliktfähigkeit und respektvollen Diskurs hochzuhalten und neue Perspektiven auf Sprache und Medien aufzuzeigen.
Auf dem Podium diskutieren Prof. Dr. Oliver Zöllner (Institut für Digitale Ethik) und Mithu M. Sanyal (Kulturwissenschaftlerin, Publizistin sowie Autorin von u. a. dem Erfolgsroman Identitti) gemeinsam mit Benjamin Große (Dramaturg).
Mithu M. Sanyal bringt als Autorin und Publizistin zentrale Themen unserer Gegenwart ins Gespräch: Gender und Identität, Boykott und Angst in Kunst und Öffentlichkeit, Sprechverbote und Redefreiheit und das Scheitern von Kommunikation – sei es in der digitalen Öffentlichkeit, in gesellschaftlichen Machtverhältnissen oder im persönlichen Austausch.
Prof. Dr. Oliver Zöllner beschäftigt sich mit Fragen der Kommunikation, der Medienkultur und des Wertewandels im digitalen Zeitalter. In Zeiten wachsender gesellschaftlicher Spaltung ist und bleibt es ihm ein Anliegen, Konfliktfähigkeit und respektvollen Diskurs hochzuhalten und neue Perspektiven auf Sprache und Medien aufzuzeigen.