Eine runde Sache

von Tomer Gardi

Karten
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Di – 25. Okt 22, 19:30
Literaturhaus Stuttgart
In Kooperation mit dem Literaturhaus Stuttgart
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https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Di – 25. Okt 22, 19:30
Im ersten Teil seines Romans, den der Autor selbst, auf Deutsch beziehungsweise im „Broken German“ verfasst hat, schickt sich Tomer Gardi selbst als literarische Figur mit dem sprechenden Schäferhund Rex und einem Erlkönig auf eine fantastisch-abenteuerliche Odyssee voller slapstickartigen und aberwitzigen Situationen. Im zweiten Teil, übersetzt aus dem Hebräischen, folgt man dem im 19. Jahrhundert lebenden indonesischen Maler Raden Saleh von Java durch Europa und zurück nach Asien. Gekonnt jongliert Tomer Gardi auf allen Ebenen mit Missverständnissen und Unerwartetem: inhaltlich, dramaturgisch - und nicht zuletzt sprachlich.
In Eine runde Sache reisen zwei Künstler aus zwei unterschiedlichen Jahrhunderten durch sprachliche und kulturelle Räume und sind immerzu in Bewegung. Fremdheitserfahrungen, Identität, das Leben als Künstler und jede Menge Politik sind die großen Themen des Romans, in dem sich die beiden Handlungsstränge gegenseitig spiegeln.
Für seinen Roman "Eine runde Sache" wurde der israelische Autor Tomer Gardi mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet.

Tomer Gardi, 1974 im Kibbuz Dan in Galiläa geboren, zog mit zwölf Jahren nach Wien. Er lernte Deutsch über das Hören, gespickt mit spannenden Wortneuschöpfungen. Auch in seinen Büchern bricht er die Regeln der Grammatik und Rechtschreibung - das allerdings sehr treffend und liebenswert waghalsig. Doch man findet sich gut zurecht in dieser Sprache. Eine Erfahrung, die auch der Ich-Erzähler macht, als er sich auf der Flucht mit einem sprechenden Schäferhund anfreundet, dem er sicherheitshalber ein Sexspielzeug aus der Hosentasche als Maulkorb übergestülpt hat - das Tier kann nur noch Ü-Vokale sprechen.
Im Rahmen von 30 Tage im November - Vom Wert der Menschenrechte