Thaddäus Troll

Kein Heimatabend von Gernot Grünewald
unter Verwendung von Texten von Hans Bayer/Thaddäus Troll
Karten
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
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Kammertheater
Dauer – ca. 1:35 Std, ohne Pause
Wiederaufnahme
Fr – 20. Dez 19
Karten
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
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„Schriftsteller mit Pseudonym“ ist ein Text überschrieben, in dem sich Hans Bayer alias Thaddäus Troll in seiner berühmten bissigen Komik die Schizophrenie attestiert.
Der 1914 geborene Cannstatter wird Soldat im Zweiten Weltkrieg. Um zumindest ansatzweise seiner journalistischen Neigung nachgehen zu können, lässt er sich als Kriegsberichter der Propagandakompanie zuteilen. Das Kriegsende beschreibt er als zweite Geburt, die sich bald im humoristischen Pseudonym Thaddäus Troll manifestiert.
Während Dr. Hans Bayer als Journalist u. a. für den Spiegel schreibt und als Theaterkritiker das Schauspiel Stuttgart begleitet, gelingt Thaddäus Troll mit Deutschland deine Schwaben Ende der 60er-Jahre ein Überraschungserfolg. Seither haftet ihm das Label des Heimatdichters an, das er – mit einigem inneren Widerwillen – bis an sein Lebensende bedient. Deutschland deine Schwaben wird nach Trolls Drehbuch mit Willy Reichert erfolgreich für das Fernsehen adaptiert und Troll selbst deutschlandweit bekannt. Mitte der 70er-Jahre wird seine schwäbische Molière-Überschreibung Der Entaklemmer am Schauspiel Stuttgart uraufgeführt und läuft viele Jahre vor ausverkauftem Haus.
Der Mensch hinter dem Pseudonym tritt derweil als Wahlkämpfer für die SPD und als engagierter Kämpfer für die Rechte von Schriftsteller*innen in Erscheinung. 1980 nimmt er sich das Leben, mutmaßlich hat ihn der Krieg nie ganz losgelassen, hat die ewige Schuldfrage sein Gewissen zernagt.
Für das Schauspiel Stuttgart hat der Regisseur Gernot Grünewald aus Texten und Manuskripten von Hans Bayer alias Thaddäus Troll eine Spielfläche erstellt, die der Zerrissenheit des prominenten schwäbischen Schriftstellers zwischen Heimatdichtung und Kriegsbericht nachspürt.

Uraufführung: Sa – 04. Mai 19
Wenn Sie „Thaddäus Troll“ bereits gesehen haben und die Inszenierung noch aus der gegenüberliegenden Perspektive erleben möchten, wenden Sie sich an unseren Kartenservice.
Inszenierung
Bühne & Kostüme
Video
Kamera
Jochen Gehrung, Daniel Keller
Licht
Sebastian Isbert
Dramaturgie

Audio-Einführung mit Sebastian Röhrle

Pressestimmen

Süddeutsche Zeitung
Adrienne Braun, 02. Jul 19
"Gernot Grünewald … macht[] aus dem regionalen Stoff … eine der interessantesten Inszenierungen der Saison."
Zur vollständigen Kritik
SWR2
Karin Gramling, 06. Mai 19
"In einer rasanten Revue bringt Regisseur Gernot Grünewald, selbst in Stuttgart geboren, das Leben des vielseitigen schwäbischen Dichters auf die Bühne – mit gleich vier sehenswerten Schauspielern …. Wie zwiegespalten Thaddäus Troll war, zeigt auch die Bühne, die den Raum und die Zuschauer in zwei Hälften teilt. … Auf der anderen Seite eine grüne Box, eine Greenbox. Grandiose Effekte entstehen hier. … Insgesamt eine gelungene Annäherung an Thaddäus Troll."
Zur vollständigen Kritik
Südwest Presse
Otto Paul Burkhardt, 06. Mai 19
""Thaddäus Troll" ist zu keinem Zeitpunkt eine nette Hommage ans Klischee des schwäbischen Dichters, sondern das, was man eine kritische Würdigung nennt. "Kein Heimatabend" – der Untertitel trifft's. … Überhaupt, Grünewalds Troll-Abend ist vieles: Musical, Doku, Biopic, Kabarett, Revue, Re-Enactment und mehr."

"Alles in allem: Das quirlige Darsteller-Quartett aus Sebastian Röhrle, Benjamin Pauquet, Jannik Mühlenweg und Giovanni Funiati hat ein Kompliment verdient. Stark auch die Musik: eine turbulente Achterbahn zwischen Volkslied, Kirchenchor, Pop und wildem Wagnerschem Walkürenritt. Die Schwaben, der Krieg und Thaddäus Troll: Grünewald hat daraus eine spannende Collage gezaubert, immer haarscharf an der Grenze zwischen bitterem Ernst und befreiendem Lachen."

Zur vollständigen Kritik
Stuttgarter Zeitung
Adrienne Braun, 06. Mai 19
"Es darf gelacht werden .... Grünewald hat eine Art Revue geschrieben mit Songs (Dominik Dittrich), die an die Neue Deutsche Welle erinnern – und großartig performt werden von Sebastian Röhrle und Benjamin Pauquet, zweien der vier Troll-Darstellern. Trotzdem ist dieses Porträt weit entfernt von Nostalgie und wohlfeilem Lokalpatriotismus. Grünewald ist ein kluger, differenzierter und vor allem grandioser Theaterabend gelungen."

"Die Bühne (Michael Köpke) ist ein Filmstudio samt Greenscreen: alle Aktionen, die in dem grünen Raum stattfinden, werden in Aufnahmen des heutigen Stuttgarts hineinmontiert. … Das klingt kompliziert, ist aber ein köstliches Vergnügen. Raffiniert greifen Film und Theater ineinander, zudem wartet das spielfreudige Team mit großartigen Einfällen auf."

"Und so endet dieser höchst komödiantische wie berührende Abend so tragisch wie Bayers Leben."

Zur vollständigen Kritik
Eßlinger Zeitung
Petra Bail, 06. Mai 19
"Es gibt keine Persiflage auf "Deutschland deine Schwaben" oder den "Entaklemmer"… . Geschmunzelt und gelacht werden darf trotzdem in der sehenswerten Inszenierung, die jetzt unter großem Beifall uraufgeführt wurde. Grünewalds großartiges, weil vielschichtiges und mit dem heutigen Stuttgart verknüpftes Theater-Kaleidoskop stellt auf subtile Weise die innere Zerrissenheit des 1914 geborenen Cannstatters in den Fokus und erzählt weniger Bekanntes aus dem Leben des freigeistigen Denkers."

"Der große Reiz der Inszenierung liegt in der Wahl des Bühnenstandorts. Die Spielfläche ist mitten im Raum, sie teilt das Publikum in zwei Lager, das so von vorne und von hinten Blick auf das Geschehen und gleichzeitig auf die Besucher gegenüber hat."

Online Merker
Alexander Walther, 05. Mai 19
"Obwohl Thaddäus Troll ein Meister der Mundartdichtung war, sollte man ihn nicht in die Gemütlichkeitsecke stellen. Das macht der Abend in überraschender Weise deutlich. … Die vier virtuosen Darsteller Giovanni Funiati, Jannik Mühlenweg, Benjamin Pauquet und Sebastian Röhrle machen sich nicht nur über die schwäbische Kehrwoche ihre Gedanken, sondern entlarven auch den verklemmten Pietismus bei "Der Schwabe und der Sex". … Insbesondere die dargestellten Kriegsszenen haben es in sich. Man begreift, warum Troll dieses Trauma nie loswurde."
Zur vollständigen Kritik
Audio-Einführung zu "THADDÄUS TROLL (UA)" mit Sebastian Röhrle
"THADDÄUS TROLL" Trailer