Völker der Erde

Literarische Entgegnungen zur Sprache der NS-Justiz
Szenische Lesung mit Gedichten, Liedern und Theater von Paul Celan, Nelly Sachs und Bert Brecht in der Gegenüberstellung mit Protokollen des Stuttgarter NS-Gerichts von 1944
Anmeldung erbeten unter beate.mueller@30tageimnovember.de
Landgericht Stuttgart
Anmeldung erbeten unter beate.mueller@30tageimnovember.de
Die eine Sprache: rau, roh, verfälschend, verletzend. Lieder verführend, manipulierend.

Kein neues Phänomen. Der Buchbinder Adolf Gerst hatte sich kritisch gegenüber der nationalsozialistischen Politik geäußert, wurde von Kollegen denunziert und in Stuttgart wegen „Wehrkraftzersetzung“ zum Tode verurteilt. Adolf Gerst wurde im Lichthof des Justizgebäudes hingerichtet. Die Anzeige gegen ihn und das Protokoll seiner Hinrichtung werden in der Lesung betrachtet. Dem gegenüber stehen Gedichte und Texte von Nelly Sachs, Paul Celan und Bert Brecht. Deren Sprache ist differenziert, analytisch, auf der Suche nach Wahrheit und mitfühlend.

Am Ende wird ein Bericht von Ursula Boger über das Schweigen der Täter nach Kriegsende gelesen. Ihr Großvater, Wilhelm Boger, ehemaliger Gestapobeamter der Württembergischen Gestapo, war im Auschwitzprozess wegen Mordes verurteilt worden.
Im Rahmen von 30 Tage im November - Vom Wert der Menschenrechte.
Eine Produktion von StolperKunst. StolperKunst wird gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Konzept