Generation.Konflikt

Karten
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Foyer Kammertheater
In Kooperation mit der Robert Bosch Stiftung
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https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart

Angst essen Seele auf?

Fr – 03. Feb 23, 20:00

In der zweiten Ausgabe von Generation.Konflikt soll die Angst zur Protagonistin werden. In Angst essen Seele auf? wollen wir über Ängste und Sorgen – sowie den Umgang mit ihnen – in Zeiten von Corona, dem Angriffskrieg auf die Ukraine, Klimawandel und steigenden Lebenshaltungskosten sprechen.Was ist so furchteinflößend an Menschen, die sich auf Straßen festkleben? Kann man sich am Binnen-I die Zunge verbrennen und kümmert sich noch irgendwer um die Alten oder regelt das der Markt? Was macht uns Angst? In welchen Lebensphasen sind wir besonders ängstlich und wie können wir Angst in Stärke verwandeln? Wer macht Geschäfte mit der Angst – und wer sucht die Konfrontation mit ihr? Darüber wollen wir mit jüngeren und älteren Expert:innen aus dem Leben – sprich Ihnen – diskutieren. Stellvertretend werden auf dem Podium der Focus-Kolumnist Jan Fleischhauer, die Psychologin Prof. Dr. Sabine Herpertz sowie Dennis Landgraf, Aktivist der Stuttgarter Fridays for Future-Bewegung debattieren. Durch den Abend leitet die Moderatorin Silke Arning.

Jan Fleischhauer

Jan Fleischhauer, 60, ist Journalist und Autor. Er studierte Philosophie und Literaturwissenschaft in Hamburg. Nach 30 Jahren beim „Spiegel“, wo er unter anderem als Büroleiter in Berlin und Wirtschaftskorrespondent in New York tätig war, wechselte er im Sommer 2019 zum Burda-Verlag. Er ist Autor mehrerer Beststeller („Unter Linken“, „How Dare You! – Vom Vorteil eine eigene Meinung zu haben, wenn alle dasselbe denken“). Seine Kolumnen gehören zu den meistgelesenen und -diskutierten Meinungsbeiträgen in Deutschland.

Dennis Landgraf

Der 22-jährige Student und Aktivist von der schwäbischen Alb ist unter anderem bei Fridays for Future politisch aktiv. Er beschäftigt sich vornehmlich mit Themen wie Klimagerechtigkeit, Veganismus und Landwirtschaft und kümmert sich um Öffentlichkeitsarbeit und Aufklärung zu diesen Themen sowohl im Netz als auch an Schulen.

Prof. Dr. med. Sabine C. Herpertz

Prof. Dr. med. Sabine C. Herpertz ist seit 2009 Direktorin der Klinik für Allgemeine Psychiatrie der Universität Heidelberg sowie seit 2018 Studiendekanin der Medizinischen Fakultät Heidelberg. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören die Emotionsforschung sowie das Feld der Persönlichkeitsstörungen mit Schwerpunkt Borderline- und antisoziale Persönlichkeitsstörung. Sabine Herpertz ist ehemaliges Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e. V. (DGPPN).

Moderation: Silke Arning

Silke Arning arbeitet als Moderatorin, Reporterin und Redakteurin für den SWR. Dort ist die Hörfunkjournalistin vorwiegend für aktuelle Kulturthemen zuständig, sowie für SWR2 Forum und SWR2 Zeitgenossen. Außerdem moderiert sie seit vielen Jahren das Sonntagsmagazin in SWR1.

Über Geld spricht man nicht

Sa – 12. Nov 22, 20:00

In unserer ersten Veranstaltung, unter dem Titel Über Geld spricht man nicht, wollen wir mit eben diesem Credo brechen. Wir wollen Wirtschafts- und Gerechtigkeitsfragen in den Mittelpunkt unserer Diskussion rücken. Die (un-)gerechte Verteilung von Vermögen, Vergangenheit und Zukunft des Kapitalismus, der Umgang mit Reichtum - und die Chancen, die er eröffnet - sowie mit Armut sind die Leitthemen, über die wir mit unseren vier Gästen sprechen wollen. Wir freuen uns auf eine vielstimmige Diskussion mit Uta Meier-Gräwe, Stefanie Bremer, Michael Bolle und Florian Wagner, bei der Sie herzlich eingeladen sind mit zu debattieren! Durch den Abend im Foyer des Kammertheaters führt die Moderatorin Carolin Wattenberg.

Uta Meier-Gräwe

© Gleichstellungsstelle Freiburg
Uta Meier-Gräwe ist Soziologin und war bis zu ihrer Emeritierung 2018 Professorin für Wirtschaftslehre des Privathaushalts und Familienwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Sie ist Mitautorin des „Equal Care Manifests“, Kolumnistin im Handelsblatt zum Thema „Care“ und setzt sich schwerpunktmäßig mit Themen rund um Familien-, Haushalts- und Geschlechtersoziologie, Nachhaltiges Haushalten, Armuts- und Zeitforschung auseinander.

Stefanie Bremer

© M. Ziegler
Stefanie Bremer (Pseudonym), wurde vermögend geboren und hält diesen, ihren Reichtum und vor allem die staatliche Verschonung desselben, für unfair. Gemeinsam mit weiteren vermögenden Personen ist sie Teil der Initiative taxmenow. Diese fordert „eine höhere Besteuerung von Vermögen ein, um mehr Chancen, Teilhabe und Zukunftsinvestitionen für alle zu ermöglichen.“

Michael Bolle

Michael Bolle ist promovierter Ingenieur und war seit 1992 in leitenden Funktionen bei Bosch tätig – mit einer Unterbrechung als Unternehmensgründer eines High-Tech Startups von 1999 bis 2002. In seiner Zeit bei Bosch hat er unter anderem den Aufbau des Bosch Center for Artificial Intelligence und die Verbindung des Internets der Dinge mit der Künstlichen Intelligenz (AIoT) vorangetrieben. Michael Bolle ist Stiftungsratsvorsitzender der Carl-Zeiss-Stiftung.

Florian Wagner

© Florian Wagner, geldschnurrbart.de
Florian Wagner, geboren 1987 in Balingen, hat sich dem Frugalismus verschrieben, dem genügsamen Leben, um im Alter von 40 Jahren nicht mehr auf Geld angewiesen zu sein. Nach einer vierjährigen Zeit im Angestelltenverhältnis machte der Wirtschaftsingenieur sich selbstständig und gibt seither auf seinem Blog geldschnurrbart.de Tipps rund um das Thema Sparen und Finanzen. Florian Wagner ist Autor des Bestsellerbuches „Rente mit 40 - Finanzielle Freiheit und Glück durch Frugalismus“.

Moderation: Carolin Wattenberg

© Robert Bosch Stiftung
Carolin Wattenberg studierte Kommunikationswissenschaft, Politik und Journalismus in Washington, DC und Münster. Nach einer beruflichen Station in den USA ist sie seit 2014 in verschiedenen Positionen für die Robert Bosch Stiftung tätig gewesen. Der Spruch „Über Geld spricht man nicht“ hat sie in ihrer Kindheit und Jugend geprägt.

In unserem neuen Format Generation.Konflikt diskutieren viermal in der Spielzeit Expert:innen bestimmter Fachbereiche über Themen, die unser Zusammenleben und den Spielplan des Schauspiels Stuttgart betreffen. Dabei lautet das Motto: ‚Jung‘ trifft auf ‚alt‘ – Diskutant:innen repräsentieren nicht nur ihren persönlichen Standpunkt, sondern für einen Abend auch stellvertretend den ihrer Generation. Wie beeinflussen unsere spezielle Lebenserfahrung, Jahrzehnte miterlebter Geschichte oder eben die Aussicht auf eine noch ganz vor uns liegende Zukunft die Sicht auf gesellschaftliche Fragen? Was können wir voneinander lernen, wie uns besser verstehen? Bei Generation.Konflikt wird miteinander gesprochen statt übereinander gehatet. Dabei ist das Publikum stets auch Gesprächspartner. Alle sind gefordert. Keine Frage ist zu naiv oder zu vermessen, denn niemand hat alle Antworten – und die Realität der anderen birgt viele Überraschungen. Eine Versuchsanordnung, die die Grenzen der eigenen Bubbles, der ewigen Selbstbestätigung durchbrechen will.
In Kooperation mit der Robert Bosch Stiftung