Gelbes Gold

von Fabienne Dür
Karten
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Mo – 04. Mai 26, 19:30
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Fr – 08. Mai 26, 19:30
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
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So – 14. Jun 26, 19:30
Foyer Kammertheater
Ab Klasse 9
Premiere
Do – 30. Apr 26
Karten
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Mo – 04. Mai 26, 19:30
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Fr – 08. Mai 26, 19:30
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
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So – 14. Jun 26, 19:30
Ana kommt zurück nach Hause: Von der Stadt, wo sie studiert, in die Provinz, wo sie aufgewachsen ist. Wie lange ist sie zu Besuch, und warum eigentlich? Sie weiß es selbst nicht ganz genau.
Sie war lange nicht mehr hier, in dieser Plattenbausiedlung in der Kleinstadt. Auch ihren Vater Fritz, der eine Pommesbude betreibt, hat sie schon lange nicht mehr besucht.
Auf den ersten Blick hat sich nichts verändert: Fritz verkauft Pommes und ist noch immer auf der Suche nach der perfekten Rezeptur. Mimi, seine Partnerin, steht hadernd aber treu an der Fritteuse. Auch Anas Kindheitsfreundin Juli ist noch hier. Sie ist eben hier geblieben. Und doch scheinen sich nicht nur Zeit und Entfernung zwischen Ana und den Ort ihrer Herkunft samt den Menschen dort geschoben zu haben.

Fabienne Dür zeichnet einen sozialen Mikrokosmos rund um Fritz‘ Pommesbude, in der alle auf ihre Art zwischen Aufbruch und Stillstand schwanken, zwischen Zugehörigkeit und Abgrenzung und der Hoffnung auf ein besseres Leben – oder einfach ein anderes.
Inszenierung
Kostüme
Video
Licht
Fabrizio Giannone
Dramaturgie

Pressestimmen

Stuttgarter Zeitung
Katrin Horster, 02. Mai 26
Gelbes Gold handelt vom Nachhausekommen, aber auch von der Scham einer jungen Frau, die sich als Teenager in der Schule mit billigem Pfirsich-Vanille-Deo eingesprüht hat, um den Dunst des Frittierfetts aus ihren Kleidern zu bekommen. …

… Fabienne Dür und die Regisseurin Johanna Rödder-Mikow nähern sich dem Thema Klassismus über die Gefühlsebene ihrer Figuren an. Die Dialoge sind einfach, aber klar am Erleben der feinen Unterschiede ausgerichtet. …

… Die Erkenntnis, dass der Wechsel aus der sozialen Peripherie in die Akademikerschicht für beide Seiten schmerzhaft ist, ist nicht neu, in dieser Inszenierung aber treffend beschrieben.
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Online Merker
Alexander Walther, 01. Mai 26
… Die Inszenierung von Johanna Rödder-Mikow hinterfragt das Geschehen psychologisch durchaus geschickt. Die Bühne von Greta Marie Heithoff zeigt eine triste Pommesbude und die Kostüme von Luisa Windisch gefallen durch ihr legeres Outfit. … Teresa Annina Korfmacher, Therese Dörr, Pauline Großmann und Michael Stiller bieten hier ein bewegendes Seelenpanorama unterschiedlichster Lebensentwürfe. … Die Pommesbude „Gelbes Gold“ wird zum Treffpunkt und Fluchtpunkt sowie zum nostalgischen Ort der Kindheit. Zuneigung und Entfremdung gehen nahtlos ineinander über. Sehr präsent ist hier immer wieder Pauline Großmann als Ana, die sich letztendlich zwischen ihrem Universitätsstudium und der Pommesbude entscheiden muss. Das Stück besticht in jedem Fall durch eine klare Sprache, Dynamik und Witz. Dazu kommen Rhythmus, flotte Sprache und Pausen, die alles im Fluss halten. …

Es ist eine Inszenierung, die kaum szenische Schwächen besitzt und die passende Atmosphäre überzeugend verdeutlicht. Viel Applaus und „Bravo“-Rufe.
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Die deutsche Bühne
Manfred Jahnke, 01. Mai 26
… Johanna Rödder-Mikow entwickelt in ihrem Regiedebüt mit dem Ensemble präzise Rollenbilder, die den Figuren starke Momente geben. …

… Dür beschreibt eindringlich das Hin- und Hergerissen-Sein und die Hoffnungslosigkeit von Menschen in einer Heimat, in der „Zukunft“ keine Bedeutung mehr hat. … [Es entfaltet sich ein] Spiel von Hoffnungen und Enttäuschungen wie im Schlagabtausch zwischen dem Wirt, dem Michael Stiller gebrochene, melancholische Töne gibt, und Mimi. Therese Dörr zeigt diese Figur als eine, die diese kleine Welt, in der sie lebt, durchschaut und nicht aufgibt. Teresa Annina Korfmacher als Juli hat die Energie, sich selbst zu behaupten. …

… Johanna Rödder-Mikow setzt in ihrer ersten Regiearbeit auf eine genaue Schauspielerführung. … Eine unauffällige Atmosphärenmusik von Andreas Neemann begleitet das insgesamt gelungene Regiedebüt …
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Kultura extra
Thomas Rothschild, 01. Mai 26
… Michael Stiller wurde im Ruhrgebiet geboren. Das proletarische Milieu dürfte ihm vertraut sein. Und befähigt ihn, die Figur des Fritz zugleich liebenswert und mit Mängeln zu verkörpern … Die Tochter des Pommesverkäufers spielt die erst 25-jährige Pauline Großmann, der jüngste Neuzugang zum Stuttgarter Ensemble in dem Quartett. Ihr zur Seite steht Teresa Annina Korfmacher als die äußerlich und charakterlich ganz andere kritische Freundin. Schauspielerisch am stärksten präsent aber ist die wandlungsfähige Therese Dörr mit blonder Wuschelkopfperücke als die mit beiden Füßen auf der Erde stehende Lebensgefährtin von Fritz. Es ist ein Vergnügen, ihr zuzusehen, wie sie mit Händen und Körperhaltungen ihre verbalen Äußerungen unterstreicht oder dementiert. …

… [Regisseurin] Johanna Rödder-Mikow … überzeugt durch Sprachregie und Timing, das intelligent mit Pausen umgeht. …
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