Jewish Chamber Orchestra Munich

Das Jewish Chamber Orchestra Munich (JCOM) wurde 2005 von Daniel Grossmann gegründet und hat sich als zeitgenössische jüdische Stimme mit internationaler Ausstrahlung etabliert. Mit innovativen Formaten und ungewöhnlichen Kooperationen macht das Orchester jüdische Gegenwartskultur hör-, erleb- und sichtbar. Neben Tourneen nach Israel, Osteuropa, Skandinavien, Nordamerika und China tritt das JCOM bundesweit als Botschafter jüdischer Kultur auf. Die Musiker*innen stammen aus über zwanzig Ländern und repräsentieren unterschiedliche religiöse und kulturelle Hintergründe.

Auf höchstem künstlerischem Niveau verbindet das JCOM die Pflege jüdischer Musiktraditionen mit einem Repertoire vom Barock bis zur Gegenwart. Es bringt vergessene jüdische Komponistinnen wieder ins Bewusstsein, vergibt Kompositionsaufträge an junge Künstlerinnen und arbeitet mit renommierten Partnern wie der Bayerischen Staatsoper, dem Museum Villa Stuck und den Münchner Kammerspielen zusammen. Seit der Spielzeit 2025/26 ist das Orchester dort Orchestra in Residence.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf selbst entwickelten Projekten zwischen Konzert und Theaterbühne, wie z.B. das international erfolgreiche Klezmer-Singspiel Mendele Lohengrin, eine Produktion über den im Holocaust ermordeten Komponisten Józef Koffler oder ein Projekt zum sephardischen Judentum. Die neuen großen Projekte der Spielzeit 26/27 sind Heimkehr – Eine Tondichtung mit Musik von Hans Werner Henze und Judit Varga und die Jüdische Operette Stadt ohne Juden, eine Auftragskomposition an den Composer in Residence des JCOM, Evgeni Orkin.

Das umfangreiche Education-Programm umfasst Konzerte für Kinder und Jugendliche sowie innovative Vermittlungsformate wie die E-Learning-Plattform „Musik im KZ Theresienstadt“ und Musiktheaterproduktionen bei denen bis zu 150 Schüler*innen gemeinsam mit dem JCOM auf der großen Bühne stehen.

Zahlreiche CD-Produktionen und digitale Formate dokumentieren die Arbeit des Orchesters. Über seinen Kanal JCOM TV präsentiert das JCOM seit 2020 Werke jüdischer Komponist*innen in professionellen Bild- und Klangaufnahmen.