Lena Lagushonkova

Foto: Petr Litvik
Lena Lagushonkova wurde in Stanyzja in der Ukraine geboren und studierte an der geschichtlichen Fakultät der Nationalen Taras-Schewtschenko-Universität Luhansk [LNU]. Bereits als Kind unternahm sie erste Versuche im Verfassen von Poesie und Prosa, doch sämtliche Texte aus dieser Zeit hat sie vernichtet. Ihr Debüt als Dramatikerin gelang ihr im Jahr 2018 mit ihrem Stück BAZA über Frauen und Prostitution im Rahmen des Festivals Week of Current Art (Тиждень актуальной пьесы). Sie arbeitet zusammen mit dem Young Theatre und dem PostPlay Theatre, nimmt an Workshops teil und ko-kuriert Projekte der National Association of Theatre Activists of Ukraine. Sie ging als Preisträgerin aus den Wettbewerben Week of Current Art (Тиждень актуальной пьесы) und Drama.UA hervor. Ihr bisheriges Werk umfasst acht Stücke. Das Stück Chapayev and Vasilisa über Dekommunisierung und Gewalt unter Teenagern wird im Berezil-Theater in Charkiw aufgeführt. Das Musical Plague – über die Pandemie in London im 17. Jahrhundert – soll im V.Vasilko-Theater in Odessa aufgeführt werden. Darüber hinaus ist auch eine Inszenierung des Stückes Hernán Cortés and the Others über Konquistadoren und postkoloniale Traumata in Planung. Lena Lagushonkova hat Adaptionen von Texten von Borges, Bulgakow, Shakespeare und Márquez für Theater in Kiew und anderen ukrainischen Städten erarbeitet. In naher Zukunft möchte sie über Luhansk schreiben, wo sie sieben Jahre lang studiert und gelebt hat, sowie über Geishas und die Bartholomäusnacht.