Die Wildente

von Henrik Ibsen
aus dem Norwegischen von Hinrich Schmidt-Henkel
Karten
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Fr – 22. Feb 19, 20:00
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
So – 03. Mär 19, 19:30
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Fr – 29. Mär 19, 19:30
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Do – 04. Apr 19, 19:30
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
So – 14. Apr 19, 15:30
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Sa – 20. Apr 19, 19:30
Schauspielhaus
Dauer - ca. 2 Std.
Stuttgarter Premiere
Sa – 16. Feb 19
Karten
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Fr – 22. Feb 19, 20:00
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
So – 03. Mär 19, 19:30
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Fr – 29. Mär 19, 19:30
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Do – 04. Apr 19, 19:30
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
So – 14. Apr 19, 15:30
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Sa – 20. Apr 19, 19:30
Der Fotograf Hjalmar Ekdal führt mit Ehefrau Gina und der vierzehnjährigen Hedwig ein bescheidenes, aber glückliches Leben. Während er an einer angeblich großen Erfindung arbeitet, betreiben seine Ehefrau und Hedwig das Fotoatelier. Der ganze Stolz der Familie ist ihr Dachboden. Hier lebt neben Kaninchen und Tauben auch eine angeschossene Wildente, die besonders von Hedwig abgöttisch geliebt wird. Als Gregers, der Sohn des Grubenbesitzers Werle, bei ihnen als Untermieter einzieht, bekommt das Familienidyll Risse.
Gregers ist ein idealistischer Wahrheitsfanatiker. Im guten Glauben, Hjalmar die Augen öffnen zu müssen, dass er in einer Scheinwelt lebt, konfrontiert Gregers seinen Jugendfreund mit der Vergangenheit von dessen Ehefrau. Dass die Wahrheit nicht nur Hjalmar, sondern die ganze Familie Ekdal zerstört, hat er dabei nicht bedacht.
Ibsens Stücke beschreiben den Organismus „Familie“ als bürgerliches Schlachtfeld. Seine Stadtwohnungen, Zimmer, Dachkammern sind Gehäuse familiärer Ausweglosigkeit. Dort bündeln sich die unterschiedlichsten Lebenslinien zu einem komplizierten, generationenübergreifenden Gespinst der Bezüge und Abhängigkeiten existenzieller, emotionaler, aber auch materieller Natur. Ein ideales Aufmarschgebiet für alte und neue Gespenster in jeglicher Form. Der Dachboden dient Hjalmar als Rückzugsort vor einer Lebenswelt, in der er keine Chancen mehr für seine Selbstverwirklichung sieht. Während er seine Arbeit als Fotograf als Zwang empfindet, fühlt er sich hier frei und entwickelt eine ungeahnte Aktivität. Die Natur als Ort der Freiheit taucht jedoch nur mehr als Fantasie eines verlorenen Glücks auf.
„Dichten“, schrieb Henrik Ibsen (1828–1906), heißt „Gerichtstag halten über sein eignes Ich.“ In seinen Tragikomödien konfrontiert der norwegische Dramatiker die bürgerliche Gesellschaft mit sich und ihren Widersprüchen und entlarvt ihre Lebenslügen.
Inszenierung
Bühne
Silvia Merlo & Ulf Stengl
Musik
Helena Daehler
Licht
Robby Schumann
Dramaturgie

Pressestimmen

Stuttgarter Zeitung
Roland Müller, 17. Feb 19
"Goerdens Sicht auf den entrümpelten Ibsen ist heutig und in den Dialogen angemessen schnoddrig. Stilsicher hält [seine Inszenierung] die Balance zwischen Tragödie und Komödie und überlässt die Diagnose des "Rechtschaffenheitsfiebers" ... dem Zuschauer im Parkett."

"Anne-Marie Lux, schon in den "Webern" als enormes Talent aufgefallen, stattet ihre Figur abermals mit einer betörenden Wunderlichkeit aus. Forsch und verletzlich ist sie, naiv und altklug, Schnuten ziehend und Rätsel aufgebend, eine Rollschuh fahrende Göre mit versponnener Fantasie, die weiß, dass sie erblinden wird und doch mehr sieht als alle anderen."

"Ganz auf Text und Spieler setzend, bringt Elmar Goerden seinen Ibsen ins letale Finale. Kein Staub, nirgends – und das liegt nicht nur an der aseptischen Bühne, sondern auch an der luziden Regie, die der betagten "Wildente" im Schauspielhaus zum Höhenflug verhilft."

Zur vollständigen Kritik
Stuttgarter Nachrichten
Nicole Golombek, 17. Feb 19
"[Goerden] erfindet für sein gut eingespieltes Ensemble Szenen, die zeigen, wie schön doch so ein Familienleben ist, selbst wenn es auf einer (Not-)Lüge aufgebaut ist. Anne-Marie Lux als Tochter Hedvig etwa amüsiert mit allerlei Improvisationen, Ratespielen, Rollschuhfahrten, sie spielt das altkluge Mädchen mit plapperndem Charme."
Eßlinger Zeitung
Verena Großkreutz, 18. Feb 19
"In der Mitte stehen E-Gitarre und Bass, Mikro und Boxen, wo die Musikerin Helena Daehler in Jeans und Chucks die Vorgänge auf der Bühne mit Pop- und Folk-Klängen unterlegt: Sie schafft Stimmungen, singt mehrsprachig mal melancholisch-balladige Songs, mal Geburtstagslieder. Schön!"

"Auf der oft leeren Bühne ausgestellt: das Innenleben der ins Heute verfrachteten, jointpaffenden, locker-flockigen Familie Ekdal."

Online Merker
Alexander Walther, 17. Feb 19
"Elmar Goerden betont bei seiner doppelbödigen Inszenierung aber auch den Charakter der beißenden Tragikomödie. Tragische Ironie, Symbolik und doppelbödiger Dialog gehen so Hand in Hand.“"
Zur vollständigen Kritik