Die Politiker
Kammertheater
Ab Klasse 9
Dauer – ca. 1:30 Std, keine Pause
Premiere
Do – 18. Jun 26
Do – 18. Jun 26
Ach: „Die Politiker, die Politiker, die Politiker.“ Aber wer sind sie eigentlich, und was wollen und was machen sie denn? Kaum eine andere Berufsgruppe bietet mehr Zündstoff, mehr Angriffsfläche, mehr Diskurs als diese. Vieles kann über sie gesagt werden und wirklich wissen tun wir wenig. Neben all den Projektionsflächen bieten sie unendlich viel Raum für Erwartungen, Wünsche oder Enttäuschungen. An den Politikern vorbei kommen wir auf jeden Fall nicht, so sehr wir uns das vielleicht manchmal wünschen. Unseren Alltag bestimmen sie, ob wir das wollen oder nicht.
Aber wie geht es den Politiker*innen selbst? Sind sie nicht auch sehr einsam und allein, in den Schaltzentralen der Macht? Und wohin gehen sie, wenn es Nacht wird?
Wolfram Lotz hat ein lyrisches Nachtstück mit absurd-komischen und dadaistisch-verdrehten Betrachtungen – und einen ironischen Kommentar zu unserer Zeit geschrieben. Dabei hinterfragt er die Realität immer wieder neu und sucht nach anderen Entwürfen von Welt mit Hilfe der Sprache, dem Sprechen selbst. Das öffnet Möglichkeitsräume in einer unhaltbaren Gegenwart und einer Zukunft, die mehr als ungewiss ist.
Wolfram Lotz hat seinen Theatertext 2019 geschrieben – also vor der Coronapandemie, vor dem Krieg in der Ukraine, vor dem Angriff der Hamas auf Israel und vor der Wiederwahl Trumps. Und dennoch hat er nichts an Aktualität eingebüßt, ganz im Gegenteil. Zwingender denn je drängt dieser Text auf die Bühne.
Der Regisseur und Autor Alexander Eisenach, ein Spezialist für zeitgenössische Dramatik, nähert sich diesem Text vielstimmig, musikalisch, spielerisch und performativ. Mal überbordend, rauschhaft und sprachgewaltig, mal leise, zart und nachdenklich untersucht er die Höhen und Tiefen des Lotz’schen Universums, in dem der Fantasie und dem Fabulieren keine Grenzen gesetzt sind.
Aber wie geht es den Politiker*innen selbst? Sind sie nicht auch sehr einsam und allein, in den Schaltzentralen der Macht? Und wohin gehen sie, wenn es Nacht wird?
Wolfram Lotz hat ein lyrisches Nachtstück mit absurd-komischen und dadaistisch-verdrehten Betrachtungen – und einen ironischen Kommentar zu unserer Zeit geschrieben. Dabei hinterfragt er die Realität immer wieder neu und sucht nach anderen Entwürfen von Welt mit Hilfe der Sprache, dem Sprechen selbst. Das öffnet Möglichkeitsräume in einer unhaltbaren Gegenwart und einer Zukunft, die mehr als ungewiss ist.
Wolfram Lotz hat seinen Theatertext 2019 geschrieben – also vor der Coronapandemie, vor dem Krieg in der Ukraine, vor dem Angriff der Hamas auf Israel und vor der Wiederwahl Trumps. Und dennoch hat er nichts an Aktualität eingebüßt, ganz im Gegenteil. Zwingender denn je drängt dieser Text auf die Bühne.
Der Regisseur und Autor Alexander Eisenach, ein Spezialist für zeitgenössische Dramatik, nähert sich diesem Text vielstimmig, musikalisch, spielerisch und performativ. Mal überbordend, rauschhaft und sprachgewaltig, mal leise, zart und nachdenklich untersucht er die Höhen und Tiefen des Lotz’schen Universums, in dem der Fantasie und dem Fabulieren keine Grenzen gesetzt sind.
Die Vorstellung am 05. Juli findet im Rahmen des
4. Stuttgarter Wissenschaftsfestivals statt.
Im Anschluss sind Sie herzlich zu einem Podiumsgespräch mit der Dramaturgin Gwendolyne Melchinger, den Spielenden sowie dem Literaturwissenschaftler, Autor, Literatur- und Theaterkritiker Björn Hayer eingeladen.
4. Stuttgarter Wissenschaftsfestivals statt.
Im Anschluss sind Sie herzlich zu einem Podiumsgespräch mit der Dramaturgin Gwendolyne Melchinger, den Spielenden sowie dem Literaturwissenschaftler, Autor, Literatur- und Theaterkritiker Björn Hayer eingeladen.

Inszenierung
Bühne
Kostüme
Musik
Video
Licht
Rudolf Schlegel
Dramaturgie
… Der Regisseur Alexander Eisenach und Wolfram Lotz ergänzen sich hervorragend. Denn der Autor will über das Sprachspiel Assoziationen wecken. …
… In Die Politiker gelingt es ihm [Wolfram Lotz], ohne moralische Appelle nur durch die Kraft der Sprache Verlogenheit und Selbstbetrug sichtbar zu machen. So ist man nach diesem sehenswerten Theaterabend vielleicht etwas vorsichtiger mit Pauschalisierungen und unsinnigen Kategorien wie „Die Politiker“. …
Zur vollständigen Kritik
… Unmöglich, diesen Sprechtext für die Bühne umzusetzen? Eisenach und ein Darstellerquartett, das sich witzig bis wahnsinnig um Kopf und Körper spielt, beweisen das Gegenteil und entfachen ganz viel Verwirrung, die … auch gleich angesprochen wird: „Gibt es Fragen bis hierher?“ Gibt es, ja. Und es werden im Laufe des Theater-Abends sogar immer mehr. Aber das ist ja gerade das Schöne. Dieses fragend Irrende, mitunter auch irre Fragende bleibt unbeantwortet, muss unbeantwortet bleiben – und erhält am Ende mehr als verdienten, begeisterten Applaus.
Zur vollständigen Kritik
Dazu hat Stella Lennert eine grellgrün-lilafarbene Bühne geschaffen, die an die tapsige Welt der Teletubbies erinnert und dann wieder an eine klaustrophobische Arena ohne Entkommen. …
… Da wird visuell einiges aufgeboten, und doch ist die Ereignislosigkeit das eigentliche Ereignis. Videoschleifen bebildern den Textfluss aus einfachen Sätzen über Leere und Sehnsucht. Wiederholungen und Reime machen das Stück zu einem musikalischen Gedicht jenseits vorgetäuschter Logik, was wiederum, wenn man sich darauf einlässt, logisch ist. Ästhetisch erinnert das an Herbert-Fritsch-Inszenierungen …
… Das Premierenpublikum in Stuttgart ist begeistert.
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