Die Räuber
Schauspielhaus
Ab Klasse 8
Dauer – ca. 2:30 Std., eine Pause nach 1:10 Std.
Premiere
Sa – 04. Jul 26
Sa – 04. Jul 26
„Gab Sie uns doch Erfindungsgeist mit, setzte uns nackt und armselig ans Ufer dieses riesen Oceans Welt – Schwimme wer schwimmen kann und wer zu plump ist, gehe unter!“
Franz Moor versteht es trickreich, seinen Vater Maximilian gegen seinen Bruder Karl auszuspielen und aufzuhetzen. Ihre Lebenspläne könnten nicht unterschiedlicher sein: Auf der einen Seite Karl, dessen Ziele in einer ungerechten Welt zunächst nachvollziehbar scheinen, und auf der anderen Seite Franz, der getrieben ist von der Sehnsucht nach väterlicher sowie weiblicher Anerkennung.
Als Karl sich radikalisiert und Kopf einer Räuberbande wird gerät die alte Welt ins Wanken. Künftig soll alles anders und das Bisherige auf den Kopf gestellt werden, doch zu welchem Preis? Karl und seine Bande verlieren im Laufe der Zeit jegliches Maß, brandschatzen und vergewaltigen. Am Ende obsiegt pure Verachtung. War es das wert?
Derweil ist Amalia, verstrickt in die Familie Moor, ihrer Zeit weit voraus und hat ihre ganz eigene Perspektive auf die männliche Geschichtsschreibung.
Autor und Kleist-Preisträger Thomas Melle (Die Welt im Rücken) ergänzt Schillers skandalöses Sturm-und-Drang-Drama 2026 mit komplexen Zeitfragen und befragt den Stoff neu.
Franz Moor versteht es trickreich, seinen Vater Maximilian gegen seinen Bruder Karl auszuspielen und aufzuhetzen. Ihre Lebenspläne könnten nicht unterschiedlicher sein: Auf der einen Seite Karl, dessen Ziele in einer ungerechten Welt zunächst nachvollziehbar scheinen, und auf der anderen Seite Franz, der getrieben ist von der Sehnsucht nach väterlicher sowie weiblicher Anerkennung.
Als Karl sich radikalisiert und Kopf einer Räuberbande wird gerät die alte Welt ins Wanken. Künftig soll alles anders und das Bisherige auf den Kopf gestellt werden, doch zu welchem Preis? Karl und seine Bande verlieren im Laufe der Zeit jegliches Maß, brandschatzen und vergewaltigen. Am Ende obsiegt pure Verachtung. War es das wert?
Derweil ist Amalia, verstrickt in die Familie Moor, ihrer Zeit weit voraus und hat ihre ganz eigene Perspektive auf die männliche Geschichtsschreibung.
Autor und Kleist-Preisträger Thomas Melle (Die Welt im Rücken) ergänzt Schillers skandalöses Sturm-und-Drang-Drama 2026 mit komplexen Zeitfragen und befragt den Stoff neu.
In dieser Produktion wird Stroboskoplicht verwendet.
Inszenierung
Bühne
Kostüme
Musik
Video & Live-Video
Licht
Dramaturgie
Großartiges Ensemble, aufrüttelnde Inszenierung: Das Schauspiel Stuttgart legt den Finger tief in die Wunden der Gegenwart. Die Texte des Autors Thomas Melle verleihen Friedrich Schillers Drama enorme Aktualität. …
… Amalia emanzipiert sich von den patriarchalen Strukturen, den Macht- und Ränkespielen, die alle ins Verderben führen. Thomas Melles Text macht sie zur stärksten Figur. …
… Sehenswert!
Zum vollständigen Beitrag mit O-Tönen
… Der Autor Thomas Melle wurde … um Texte gebeten. Nun zeigt sich, neben all den Wirrnissen, dem Freiheitsdrang, Bruderhass und den Terror-Räubern, ... Amalia, Karls Verlobte. Eine Nebenfigur, die keine Lust hat, als bloßes Objekt der Begierde von Franz betatscht und von Karl ermordet zu werden. …
… Bei allem politisch korrekten Abgesang des Patriarchats ist der Text um Poesie bemüht, hat einen guten Rhythmus, Witz und ist klar in der Aussage. Auch was die Beweggründe von Karls jugendbewegter Räuberbande betrifft. …
… Das ist gut gesehen und interessant inszeniert, mit Lust am popkulturellen Zitat. …
… Die zahlreichen Anspielungen an tagesaktuelle gesellschaftspolitische Stimmungen … sind in ihrer Düsternis eindrücklich.
Zur vollständigen Kritik
Knapp 250 Jahre später geht das natürlich nicht mehr, weshalb sich die Schiller‘schen Räuber jetzt am Staatsschauspiel Stuttgart mit Texten von Thomas Melle versetzt auf der Bühne beharken – was Amalias Position unbedingt aufwertet … eine fantastisch spielende Celina Rongen … im knallorangenen Pop-Dress …
… Karl, von Felix Jordan glaubhaft in seiner zunehmenden Verzweiflung gespielt, vor allem aber eine überragende Therese Dörr alias Franz [erhalten] viel lohnenden Darstellungsraum …
… Die intensive Arbeit an dieser lohnenden Neuinterpretation der Räuber … erhält viel Beifall.
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… Stefan Pucher gelingen in seiner Inszenierung starke sinnliche Bilder, die sich einprägen, aber die Ambivalenz zwischen dystopischer Gegenwart und utopischer Hoffnung nicht unterschlagen.
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