Der Menschenfeind

von Molière
Karten
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Sa – 23. Feb 2019
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
So – 24. Feb 2019
Schauspielhaus
Premiere
Sa – 23. Feb 19
Karten
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Sa – 23. Feb 2019
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
So – 24. Feb 2019
Lüge, Verstellung und Heuchelei sind Alceste verhasst. Seine Forderung nach Aufrichtigkeit und schonungsloser Ehrlichkeit ist in einer Gesellschaft, die auf Intrigen, Bestechung und Genuss aufgebaut ist, aussichtslos.
Philinte, Freund und Vertrauter Alcestes, versucht ihn mit seiner optimistisch-pragmatischen Einstellung zur Welt zu überzeugen, dass man im Leben Kompromisse eingehen müsse. Umsonst: Alceste legt sich mit Freund und Feind an. Er kritisiert und verschmäht das ihm zur Begutachtung vorgetragene Gedicht Orontes, der die Angelegenheit, zutiefst gekränkt, vor Gericht bringt. Da Alceste es ablehnt, die Richter zu bestechen, verliert er den Prozess. Desillusioniert und verbittert, entwickelt er sich immer mehr zum Menschenfeind.
Doch Alceste besitzt noch eine ganz andere Seite. Molière gab seiner Komödie den Untertitel „der verliebte Melancholiker“ und verweist damit auf die Gespaltenheit des Protagonisten. Alceste liebt die attraktive Witwe Célimène, aber Célimène wird von aller Welt umschwärmt. Diese Verbindung kann nur scheitern. Denn Alceste macht auch in der Liebe keine Eingeständnisse und verteidigt seine Prinzipien bis zur Selbstzerstörung. Célimène hingegen ist nicht bereit, ihre Unabhängigkeit aufzugeben und der Welt zu entsagen.
Die Uraufführung des Menschenfeindes fand 1666 im Theater des Pariser Palais Royal statt. Der französische Komödienautor und Regisseur Jean-Baptiste Poquelin, genannt Molière (1622–1673) spielte darin selbst die Titelrolle des Alceste. Doch der Erfolg blieb aus – das zeitgenössische Publikum lehnte die trügerische Komik des Stücks und die Ambivalenz der Hauptfigur ab. Erst viel später erkannte man gerade in dieser Komödie Molières große Meisterschaft: die Entdeckung allzumenschlicher Unzulänglichkeiten.
Bühne
Wolfang Menardi
Kostüme
Tanja Kramberger
Musik
Jakob Suske
Choreographie
Jean-Laurent Sasportes
Dramaturgie